Evangelische Kirchengemeinde Menden - Aktuelles

Aktuelles | Gottesdienste | Wochenveranstaltungen |



Pfarrer i.R. Friedemann Majer verstorben

Am 27. August 2020 ist Pfarrer i.R. Friedemann Majer im Alter von 67 Jahren verstorben. Pfarrer Majer war 14 Jahre lang in Menden als Seelsorger im Krankenhaus und in den Altenheimen tätig. Mit seiner freundlichen Zugewandtheit und theologischen Klugheit hat er im Pfarrteam besondere Akzente gesetzt. 2014 wurde er in einem Gottesdienst im Paul-Gerhardt-Haus in den Ruhestand verabschiedet. Wir werden Pfarrer Majer ein würdiges Andenken bewahren und bitten Gott um Trost und Beistand für seine Familie.


 

 



Peru-Partnerschafts-Gottesdienst
am 20.9. in der Heilig-Geist-Kirche

Am Sonntag laden wir um 11 Uhr zu einem gesamtgemeindlichen Gottesdienst in die Heilig-Geist-Kirche ein. Im Mittelpunkt steht die Partnerschaft mit der Peregrino-Gemeinde in Lima, die seit 19 Jahren besteht. Außerdem werden die Presbyter*innen verabschiedet, deren Amtszeit im März endete. Die Evangelische Kirchengemeinde dankt diesen sechs Menschen für Ihren Dienst in der Gemeindeleitung und spricht ihnen den Segen zu.

"Gastfrei zu sein vergesst nicht, denn so haben manche ohne ihr Wissen Engel beherbergt", heißt es in der Bibel. Aus eigener Erfahrung berichten Mitglieder des Peru-Partnerschaftskreises davon. Eine überwältigende Gastfreundschaft haben Gemeindeglieder aus Menden bei vier Delegationsreisen nach Lima erfahren. Und auch die Mendener Gemeinde war schon oft Gastgeber für Besucher*innen aus der Partnergemeinde. Neben Schlafgelegenheiten und Essen erleben Gäste und Gastgeber das Interesse aneinander und am Leben im jeweils anderen Land. Erzählen, lachen, beten und singen gehören ebenso dazu wie ein Spaziergang im deutschen Wald oder ein Besuch in der Näherei oder am Strand von Lima. Gäste und Gastgeber sind durch diese Begegnungen reich beschenkt. 

Die Predigt hält Pfarrer Frank Fiedler - auch hier geht es um den Empfang von Gästen, die Abraham und Sara ein besonderes Versprechen Gottes bringen. Die Liturgie gestaltet Pfarrerin Dorothea Goudefroy mit Mitgliedern des Partnerschaftskreises, die Gitarristin Sabine Thielmann wird mit Solostücken aus Südamerika zu hören sein und Kantor Helmut Brandt spielt Klavier und Orgel. 

Nach dem Gottesdienst findet auf dem Kirchplatz ein Sektempfang statt, bei dem auch Muffins gereicht werden. Die Hauptzutat sind Kartoffeln, die ursprünglich aus Südamerika kommen.

Für den Gottesdienst gelten die üblichen Hygieneregeln, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei gutem Besuch wird die "besondere Nachverfolgbarkeit" über Sitzpläne gewährleistet. 


Abschied vom Ludwig-Steil-Haus


Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde
Menden mit der Vorsitzenden Pfarrerin Dorothea
Goudefroy (vorne rechts) und Pfarrer Frank Fiedler
(hinten links); Foto: Heike Kiefer

von Heike Kiefer
Menden. Am Sonntag, den 23. August nahm die Evangelische Kirchengemeinde Menden Abschied von einer ihrer Predigtstätten. Im gemeinsamen Gottesdienst mit Superintendentin Pfarrerin Martina Espelöer wurde das Ludwig-Steil-Haus als Predigtstätte entwidmet. Am 18. Juli 2018 hat das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Menden nach intensiver Beratung beschlossen, das Ludwig-Steil-Haus im Lahrfeld spätestens Ende 2020 zu schließen. Es war eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, die sich das Presbyterium nicht leicht gemacht hat. Pfarrerin Dorothea Goudefroy dankte den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die seit der Gründung 1975 an der lebendigen Gemeinschaft im Ludwig-Steil-Haus in unterschiedlichster Weise mitgewirkt haben. Zahlreiche Gäste waren im bis auf den letzten Platz belegten Ludwig-Steil-Haus erschienen. Unter ihnen waren Pfarrer i.R. Klaus Cibulski, der von 1975 bis 1996 die Gemeinde im Lahrfeld betreut hatte, die amtierende und ehemaligen Küsterinnen und die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitta Erdem. Pfarrerin Dorothea Goudefroy nahm einfühlsam und sichtlich bewegt die Erinnerungen und die Trauer ihrer Gemeindeglieder auf und gab die tröstende Zusage: „Die Gemeinde bleibt im Vertrauen auf Gott zusammen – unabhängig vom Gemeindehaus.“

Superintendentin Martina Espelöer betonte in ihrer Predigt zum Fischzug des Petrus (Lukas 5,1-11), dass die Gemeinde mit ihrer Entscheidung nicht allein ist: „Was Sie erleben, betrifft uns alle, als Gemeinschaft des Kirchenkreises.“ In ihrer Auslegung beschrieb sie, wie das Volk Jesus am See Genezareth drängte, sie zu lehren und er ein Boot als Kanzel bestieg, um zu der Gruppe zu sprechen: „Die Worte des Evangeliums weisen uns an diesem Tag nicht zu einem anderen Gebäude, sondern hinaus zu den Menschen.“ Sie machte den  Gottesdienstbesuchern die Aufgabe deutlich, die Jesus uns gegeben hat: „Als Christen und als Kirche müssen wir uns dorthin senden lassen, wo es tief ist, unwägbar, ungewohnt, wo Fragen von Angst und Hoffnung, Segen und Fluch, Versagen und Gnade auftauchen.“ Auch der Namensgeber Ludwig Steil steht für diese Tiefe. Die Superintendentin zitierte aus den Briefen, die er im Frühjahr 1945 in Dachau geschrieben hat und aus denen sein tiefes Vertrauen in allen Fragen deutlich wird: „Wie werden Gottes Wege mit uns weitergehen?“ Und selbst rette er sich in die Antwort: „Am Ende steht immer ER selbst – Das ist Erquickung!“ So beendet auch Superintendentin Martina Espelöer mit diesen Worten ihre Predigt: „Fahre hinaus, bleibe nicht am Ort. Wenn wir uns senden lassen, wird eines gewiss sein: Sein Wort wird reichlich unter uns wohnen, ob in Gebäuden, unter freiem Himmel oder in anderen Menschen. Wir wissen nicht, wie die Wege – auch in Corona-Zeiten - der Gemeinde und der Kirche Jesu Christ im Einzelnen weitergeht, aber am Ende steht immer ER selbst. Das ist Erquickung.“

Kantor Helmut Brandt und Cordula Goller-Kickermann begleiteten gefühlvoll und angemessen mit einer kleinen Gruppe von Gesangs-Solisten den Gottesdienst musikalisch. Elias Geltsch hielt die Lesung aus dem Alten Testament. Während der Zeremonie wurden einige bedeutungsvolle Gegenstände aus dem Ludwig-Steil-Haus in neue Hände übergeben, damit sie auch weiterhin gemäß ihrer Bestimmung verwendet werden können. Edith Kuhlmann und Alexandra Lanfermann, die zusammen mit Simon Lanfermann und Pfarrerin Dorothea Goudefroy den Gottesdienst wunderbar vorbereitet hatten, überreichten die Gaben: Die durch Spenden finanzierte Schiegnitz-Orgel bleibt der Gemeinde weiterhin erhalten und wurde symbolisch an Pfarrer Frank Fiedler für die Erlöserkirche in Bösperde übergeben. Die Antependien, die vor vielen Jahren von Mitgliedern der Frauenhilfe genäht und bestickt wurden, finden einen neuen Bestimmungsort im Paul-Gerhardt-Haus auf Platte Heide. Die lieb gewonnenen Abendmahlsgeräte, eine Spende der Frauenhilfe Lahrfeld, werden zukünftig in der Heilig-Geist-Kirche eingesetzt. Das Altarkreuz bekam die Albert-Schweitzer-Grundschule-Lahrfeld für ihre Schulgottesdienste, die Walburgisschulen die Altarbibel. Das Auferstehungslicht der Osterkerze wird zukünftig in der Friedhofskapelle am Hahnenbusch leuchten.

Anschließend nahm Superintendentin Martina Espelöer die Entwidmung vor. Nachdem Alexandra Lanfermann und Edith Kuhlmann die Kerzen auf dem Altar ein letztes Mal gelöscht hatten, zog die Gemeinde vereint aus dem Ludwig-Steil-Haus aus und machte sich auf zu ihrer neuen und gleichzeitig schon bekannten Predigtstätte, der Heilig-Geist-Kirche. „Wir haben ein Ziel, einen Ort, an dem wir ankommen können. Hier gehören wir jetzt hin.“, erläuterte Pfarrerin Dorothea Goudefroy, zu deren Pfarrbezirk das Lahrfeld rund um das Ludwig-Steil-Haus seit drei Jahren gehört, im Gespräch. So wurden die Ankömmlinge auch herzlich begrüßt vom Bläserkreis Paul-Gerhardt und von Pfarrer Frank Fiedler, der den Gottesdienst weiterführte und zusammen mit Simon Lanfermann die Fürbitten vortrug. Superintendentin Martina Espelöer beschloss mit einem wertschätzenden Grußwort an das Presbyterium und die Gemeinde den Gottesdienst und spendete den Segen. Bei Sonnenschein und  musikalischer Begleitung wurden auf dem Kirchplatz in gelöster Stimmung Erinnerungen ausgetauscht und (fast) wie gewohnt Gemeinschaft gelebt - ANGEKOMMEN.


Das Gemeindebüro und die Friedhofsverwaltung der Kirchengemeinde
sind wieder eingeschränkt für den Publikumsverkehr geöffnet.

Vieles lässt sich auch weiterhin telefonisch oder per E-Mail regeln. Für alle anderen Angelegenheiten sind Gemeindebüro und Friedhofsverwaltung zu den bekannten Öffnungszeiten wieder eingeschränkt für Besucher geöffnet.

Erforderlich sind eine vorherige telefonische Terminvereinbarung und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Außerdem wird darum gebeten, nach Möglichkeit alleine zu kommen, um so das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

Sie erreichen das Gemeindebüro unter der Tel. - Nr. 02373 915441;
die Friedhofsverwaltung unter der Tel. - Nr. 02373 915442.



Fotobuch über das Ludwig-Steil-Haus

Eine wunderbare Erinnerung an das Ludwig-Steil-Haus ist das Fotobuch, das Reinhold Hapke erstellt hat. Es vereint Bilder aus den verschiedenen Bauphasen und den Räumen des Gebäudes mit vielen Fotos von den Menschen, die das Ludwig-Steil-Haus und das Gemeindeleben im Lahrfeld geprägt haben.

Das Fotobuch können Sie gegen Barkasse vorbestellen und erhalten dann am 23. August Ihr Exemplar. Weitere Exemplare stehen zum freien Verkauf.

Bestellung: Nach den Gottesdiensten im LSH oder zu den Öffnungszeiten im Gemeindebüro gegen Barkasse. Das Fotobuch kostet 20,- €

 

 



„Wundertüte“ für Konfis

In den letzten Monaten durften wegen der Corona-Situation keine Konfirmandentreffen stattfinden. Also dachten sich die Mitglieder im Kinder- und Jugendausschuss etwas aus, nannten es „Wundertüte“, packten ihre Ideen in eine kleine Tüte und sorgten dafür, dass die aktuellen Konfirmandinnen und Konfirmanden an der Haustür überrascht wurden.
„In der Tüte ist alles drin, was man in diesen Zeiten so braucht: Nervennahrung, gute Worte und eine Möglichkeit, mit Gott in Kontakt zu kommen, der hält nämlich keinen Abstand zu uns“, das sagt Mario Huhn. Wie die vielen anderen Tüten-Verteiler freute sich auch der 35-Jährige Pfarrer, die Jungen und Mädchen mal wiederzusehen.
Genaugenommen befindet sich in der Tüte ein Teelicht, das beim Brennen einen Bibelvers zum Vorschein bringt. Dazu eine Andacht für Zuhause, leckere Süßigkeiten und ein Brief, der zu einem Fisch gefaltet ist.  
50 Tüten haben die Mitarbeitenden liebevoll zusammengestellt und im Namen der Ev. Kirchengemeinde Menden an alle Konfirmandinnen und Konfirmanden der drei Bezirke verteilt. Kein Wunder, aber eine Aktion, die ein wunderbares Lächeln auf viele Gesichter zauberte.




Der Altar steht wieder „oben“ – Umgestaltung des Altarraums im Paul-Gerhardt-Haus

„Das Wichtigste in der Kirche ist der Altar“, da ist sich Leon sicher. Wenn der 13-Jährige sonntags in den Gottesdienst geht, dann fasziniert ihn besonders der Altar: „Er symbolisiert die Anwesenheit von Gott“. Da fühlt man sich gut, findet der Konfirmand. Denn: „Hier treten wir vor Gott, der uns liebt. Hier passiert viel.“

Mit dieser Haltung ist Leon nicht allein. Vielen Besuchern erscheint der Altar als ein „anderer Ort“, der besonders hervorgehoben und dem gegenüber ein besonders Verhalten nahegelegt wird. Von vielen wird er als besonderer Ort des liturgischen Handelns gesehen. Hier wird der Gottesdienst mit dem Votum eröffnet. Von Altar aus wird der Schlusssegen gesprochen. Konfirmanden und Brautpaare werden vor dem Altar gesegnet. In der evangelischen Kirche gilt er als die Zentralstätte des Abendmahls und als der herausgehobene Ort des Gebets.

Für mich ist der „Tisch des Herrn“ (1.Korinther 10,21) das Zentrum einer Kirche. Wenn ich im Urlaub Kirchen besuche, fällt mein erster Blick in der Regel auf den Altar.  Wo der Altar fehlt oder abseits des Altarraums steht, bleibt die Raumperspektive diffus. Meine Konzentration ist beim Erfassen des Raumes erschwert.

So ging es mir auch in Menden, als ich zum ersten Mal das Paul-Gerhardt-Haus betrat. Seit Dienstbeginn ließ mich der Plan zur Umgestaltung des Altarrums nicht mehr los. Im Mai war es endlich soweit. Nach Absprache mit den Bezirkspresbytern wurde der Altar im Paul-Gerhardt- Haus in den Altarraum an die Ostwand gestellt. Der Altar steht wieder an dem Ort, wo er beim ersten Gottesdienst vor 60 Jahren stand.

Warum ist mir die Umstellung des Altars so wichtig? Ich fasse die Gründe in drei Punkten zusammen. Der erste Grund ist die Begrifflichkeit.  „Altar“ und „Altarraum“ in einer Kirche gehören zusammen, wie der Fernseher und das TV-Lowboard in unseren Wohnzimmern.

Der Zweite:  Die Architektur. Wie in vielen anderen Kirchen gibt es auch im Paul-Gehrhardt-Haus eine architektonische Erhöhung (drei Treppenstufen), die den Altar aus dem Gesamtraum heraushebt. Die besondere Ausgestaltung des Altars (Bibel, Kreuz, Kerzen, Altardecke, Antependium) kennzeichnen ihn zwischen Kanzel und Lesepult als den zentralen Ort.  Zusätzlich verleiht die Ausrichtung des Kirchengestühls auf den Altar dem gesamten Kirchenraum eine feste Struktur. Auch das imposante Kreuz aus buntem Fensterglas an der Ostwand hebt den Altar hervor. Wer in den Altarraum schaut, wer sich mit den hellen und den dunklen Seiten seines Lebens darauf einlässt, kann erahnen, welches geheimnisvolles Geschehen sich in Gottesdiensten im Kirchenraum vollzieht: Gott ist unser liebendes Gegenüber. Aus lauter Gnade wendet er sich uns in Jesus Christus zu. Er gibt uns die Hoffnung, dass unser Leben gelingt, auch wenn wir gerade eine schwierige Zeit durchmachen.

Damit kommen wir zum dritten Grund: Die „Orientierung“. Vor und nach der Predigt stelle ich mich in den Altarraum mit dem Rücken zur Gemeinde und schaue für ein kurzes Gebet zur Wand. Aber das ist eigentlich nicht ganz richtig formuliert. Genau genommen drehe ich mich nicht zur Wand, wozu sollte ich mich zum Beten auch zu einer Wand wenden? Ich drehe mich gen Osten in Richtung der aufgehenden Sonne, die durch die bunten Fenster scheint und die Herzen der Menschen erleuchtet. Der Osten ist die Gebetsrichtung der Christen von Anfang an. Die aufgehende Sonne symbolisiert den auferstandenen und wiederkehrenden Jesus Christus und das kommende Reich Gottes. Im Vaterunser bitten wir alle darum: „Dein Reich komme!“ Im Gebet, vor dem Altar vollzogen, bringen wir auch unsere Antwort auf die von Gott empfangende Gnade. Es ist eine wunderschöne Symbolik, die unsere Gebethaltung ausdrückt. Darum ist auch im Paul-Gerhardt-Haus der Altar wieder deutlich nach Osten ausgerichtet.  

Und was ist mit dem Taufbecken? Es steht vor dem Altarraum. Durch die Taufe werden wir aufgenommen die christliche Kirche, in die „Gemeinschaft der Heiligen“ – so bekennen wir es im Glaubensbekenntnis. Heilig ist kein moralischer Begriff. Er meint nicht, dass wir Christen moralisch hochstehende Menschen sind. Heilig ist ursprünglich das, was zu Gott gehört. Wir sind heilig, weil Gott uns in der Taufe zu seinen geliebten Kindern erklärt, zu Glaubensgeschwistern macht und verspricht: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28, 20). Eine wunderbare Botschaft. Sie so dicht wie möglich an sich herankommen zu lassen, symbolisiert durch das Taufbecken in der Nähe der Gemeinde, ist heilsam für Leib, Seele und Geist.

Pfarrer Mario Huhn


Gemeindebrief Juni bis August 2020

Unser Gemeindebrief wird im Quartal "Juni bis August 2020" nicht erscheinen. Bei der derzeitigen Situation haben wir auf eine Verteilung der Briefe verzichtet. Wir wollen die Verteilerinnen und Verteiler keinesfalls gefährden.

Es ist aber möglich, aktuelle Artikel auf unserer Homepage unter der Rubrik „Gemeindebrief“ zu veröffentlichen und zu lesen. Artikel, die dort veröffentlicht werden sollen, mailen Sie bitte an das Gemeindebüro über info@kirche-in-menden.de.

Die Herbstausgabe (September bis November 2020) werden wir um einen Monat vorziehen.
Am Freitag, 26.06.2020 ist Redaktionsschluss. Offizielles Erscheinungsdatum ist dann Sonntag, der 26.07.2020.  


Gottesdienste im Ludwig-Steil-Haus wieder aufgenommen

Schließung des Hauses wegen Corona-Pandemie verschoben

Am Sonntag, 17. Mai beginnen die Gottesdienste im Ludwig-Steil-Haus wieder. Nachdem die Gottesdienste an den anderen Predigtstätten schon seit zwei Wochen gut laufen, hat die Evangelische Kirchengemeinde nun auch den Kirchraum im Lahrfeld so vorbereitet, dass das Hygiene-Schutzkonzept gut umgesetzt werden kann. Ab sofort sind Gemeindeglieder und Gäste sonntags um 9.30 Uhr wieder zum Gottesdienst eingeladen.
Eigentlich sollte das Haus im Lahrfeld am 17. Mai entwidmet werden, aber das Coronavirus hat eine Verschiebung des Abschieds nötig gemacht. So hat sogar die derzeit schwierige Situation ihr Gutes. Unter Vorbehalt ist der Gottesdienst zur Entwidmung des Hauses, das 1975 eingeweiht wurde, nun für Sonntag, den 23. August geplant.


Friedhofskapellen wieder für Trauerfeiern geöffnet

Die Evangelische Kirchengemeinde Menden teilt mit, dass ab sofort die Friedhofskapellen auf den evangelischen Friedhöfen Am Hahnenbusch und Wietholz wieder für Trauerfeiern geöffnet sind. Voraussetzung für die Öffnung war die Erstellung eines Hygiene-Schutzkonzeptes, wie es auch für die Kirchen besteht. Trauergäste werden gebeten, beim Eingang die Hände zu desinfizieren und sich in eine Liste einzutragen, die im Falle des Falles eine Nachverfolgung der Kontakte möglich macht. Außerdem besteht Maskenpflicht, der Gemeindegesang muss leider entfallen. Die üblichen Abstandsregeln sind einzuhalten, was eine Begrenzung der Teilnehmenden auf 28 Personen Am Hahnenbusch und 30 Personen am Wietholz nötig macht.
Die Evangelische Kirchengemeinde freut sich sehr, dass nun wieder Trauerfeiern für einen würdigen Abschied von den Verstorbenen möglich sind. Die Bestatter wurden entsprechend informiert.


Hilfe für Peru

Liebe Gemeindeglieder!

Aus Peru, aus unserer Partnergemeinde in Lima und auch von Pastora Hilda in Trujillo, die lange Jahre in Lima gearbeitet und unsere Partnerschaft aufgebaut hat, erreichen uns besorgniserregende Nachrichten. Das Land befindet sich seit zwei Monaten im Lockdown, die meisten Menschen können nicht arbeiten, weil alles außer dem Lebensmittel- und Gesundheitsbereich verboten ist. 
In einem Land ohne Sozialversicherung bedeutet das Null Einkommen. Inzwischen sind die Ersparnisse aufgebraucht, die volle Härte trifft wie immer die armen Leute zuerst, aber inzwischen haben auch die besser Situierten mitunter nicht mehr genügend Nahrungsmittel. 
In Lima wohnen einige der jungen Gemeindeglieder, die aus entfernten Provinzen nach Lima gezogen sind, inzwischen in der Kirche, weil sie dort keine Miete zahlen müssen. Pastora Hilda schreibt aus Trujillo, dass viele Menschen auf den Straßen versuchen irgendetwas zu verkaufen, um Geld für Lebensmittel zu bekommen. Darunter auch viele Gemeindeglieder. Die Finanzmittel der Gemeinde lassen eine Hilfe nicht zu

Vor zwei Wochen habe ich im Peru-Partnerschaftskreis um Spenden für unsere Geschwister in Lima gebeten und war beeindruckt von der Bereitschaft zu helfen. Das Geld ist schon überwiesen und hat vielen Menschen in Lima geholfen. Heute möchte ich den Aufruf erweitern: Bitte sammeln Sie Spenden oder spenden selbst für die Geschwister in Lima und in Trujillo. Gerne dürfen Sie diesen Aufruf weitergeben.

 

"Spende Coronahilfe Peru"
Evangelische Kirche Menden
DE68 4476 1312 0424 0861 00

 

Herzliche Grüße und Gott vergelt's
Dorothea Goudefroy


Warte-Schlange aus bunten Steinen im Evangelischen Kindergarten Bösperde



Die Kinder aus dem Evangelischen Kindergarten Bösperde sind sehr traurig, dass sie zurzeit die Einrichtung nicht besuchen dürfen und ihre Freunde nicht sehen. Um die Wartezeit gemeinsam zu überbrücken, haben die Familien des Evangelischen Kindergartens Bösperde eine tolle Aktion gestartet.

Unter einem Baum vor dem Kindergarten entsteht zurzeit eine „Steinschlange“. Die Kinder sind eingeladen, diese Steinschlange mit bunt angemalten Steinen wachsen zu lassen, bis sie sich im Kindergarten wiedersehen können.

„Wir freuen uns über diese Aktion der Eltern mit ihren Kindern. Das zeigt uns die Verbundenheit der Familien untereinander und mit unserem Kindergarten. Wir hoffen, dass die Schlange nicht zu lang wird und wir uns bald alle wiedersehen können“, sagt Sandra General-Köster, Leitung der Kindertageseinrichtung in Bösperde, und ergänzt: „Die liebevoll gestalteten Steine bekommen natürlich nach der Zeit des Wartens einen besonderen Platz in unserem Kindergarten.“

Das Team des Ev. Kindergartens Bösperde wünscht allen Familien ein gesegnetes Osterfest und weiterhin so tolle Ideen.

 

 

 

 

 

 

 



Christliche Kirchen laden ein zu Gebet und Solidarität

Kerzen sollen jeden Abend von 19.45 Uhr bis 20 Uhr leuchten

Die christlichen Kirchen in Menden laden in einer Zeit des Versammlungs-Verbots ein, an jedem Abend gemeinschaftlich Andacht zu halten: Stellen Sie von 19.45 Uhr bis 20 Uhr eine Kerze ins Fenster, sprechen ein Vaterunser und ein Gebet für die, die besonders vom Corona-Virus betroffen sind, für die medizinischen Pflegekräfte und für die Liebe und Solidarität der Menschen miteinander. 

An diesem Aufruf beteiligen sich: der katholische Pastoralverbund Menden, die Evangelische Kirchengemeinde Menden und die Freie Evangelische Gemeinde Ecclesia. 


Kirche hört zu

Pfarrerinnen und Pfarrer des Ev. Kirchenkreises Iserlohn, Mitarbeitende des Jugendreferates und Ehrenamtliche der Notfallseelsorge haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen. Bis auf weiteres ist täglich von 9.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr eine Hotline geschaltet. Menschen, die jemanden zum Reden brauchen, werden ermutigt, von folgender Rufnummer Gebrauch zu machen: 0151 – 62973800.


Evangelische Kirchengemeinde Menden plant Übergabe der Kindertageseinrichtungen an den Trägerverbund des Evangelischen Kirchenkreises

Evangelisches Profil und Nähe zur Kirchengemeinde bleiben erhalten

Die Zukunft der Kindertageseinrichtungen liegt dem Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Menden sehr am Herzen. Darum gibt es Überlegungen, wie die Kindertageseinrichtung Friedrich von Bodelschwingh, der Paul-Gerhardt-Kindergarten und der Evangelische Kindergarten Bösperde für die nächsten Jahre gut aufstellt werden können.

Die intensive Zusammenarbeit der Kirchengemeinde mit den Kindertageseinrichtungen ist dem Presbyterium wichtig. Dazu gehören die seelsorgliche Begleitung der Kinder mit ihren Familien und der Mitarbeiterinnen, das Angebot von Gottesdiensten und Andachten und die Begleitung der religionspädagogischen Arbeit.

„All das wird auf jeden Fall bestehen bleiben!“, betont Pfarrerin Dorothea Goudefroy im Namen des Presbyteriums und fügt hinzu: „Daneben merken wir aber, dass die Verantwortung für die Personal- und Finanzplanung unter den Bedingungen von KiBiz uns auf Dauer überfordern. Wir möchten eine verlässliche und professionell wahrgenommene Personal- und Finanzverantwortung für die Zukunft sicherstellen.“

Aus diesem Grund hat das Presbyterium entschieden, die drei Gemeinde eigenen Kindertageseinrichtungen an den „Trägerverbund evangelischer Kindertageseinrichtungen im Ev. Kirchenkreis Iserlohn“ zu übergeben. Der Übergang ist zum Kindergartenjahr 2020/21 geplant. Die Geschäftsführung liegt dann beim Trägerverbund, dem zurzeit 19 Einrichtungen im Kirchenkreis angehören, demnächst dann 22 Einrichtungen.

Die Leitungen und Mitarbeiterinnen der Kindertageseinrichtungen wurden in einer Versammlung über den geplanten Trägerwechsel informiert. In der vergangenen Woche erfolgte die Information der Elternbeiräte in einem gemeinsamen Treffen. Die Eltern der betreuten Kinder wurden Anfang dieser Woche schriftlich informiert.

Pfarrerin Dorothea Goudefroy betont, dass man für Fragen und Gespräche gerne zur Verfügung steht: „Wir wissen, dass so ein Trägerwechsel viele Fragen aufwirft, und wollen gerne helfen, dass Mitarbeiterinnen und Eltern den Schritt gut mitgehen können.“

Die pädagogischen Konzepte der Kindertageseinrichtungen und die Mitarbeiterinnen bleiben gleich, ebenso die enge Verbindung mit der Kirchengemeinde und die evangelische Trägerschaft. Die Kirchengemeinde wird weiterhin die gleichen finanziellen Mittel zum Betrieb der Kindertageseinrichtungen bereitstellen wie bisher und wird auch in Zukunft bei der Besetzung von Leitungsstellen beteiligt und mit einer Person im Rat der Tageseinrichtung vertreten sein.

10.03.2020


Link-Pfeil Ältere Beiträge