Evangelische Kirchengemeinde Menden - Aktuelles

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Schick uns Dein Lied!

Gesucht werden die Top 5 für das neue evangelische Gesangbuch
Zur Zeit wird an einem neuen evangelischen Gesangbuch gearbeitet, das bis Ende des Jahrzehnts fertig sein soll. Bis zum 2. August läuft die begleitende Aktion „Schick uns Dein Lied“. Viele tausend begeisterte Sängerinnen und Sänger haben schon ihre Liedvorschläge für das neue Gesangbuch eingereicht: Seien Sie auch dabei!

Welche 5 Lieder müssen auf jeden Fall im neuen Gesangbuch stehen? Teilen Sie Ihre Wünsche mit. Die Umfrage sowie alle weiteren Informationen zur Aktion finden Sie auf dieser Seite:

https://www.ekd.de/schick-uns-dein-lied-63832.htm




Pfarrer Thomas von Pavel im Gottesdienst eingeführt

Nachdem seine ersten Predigtsätze als neu eingeführter Pfarrer der Gemeinde Menden verklungen waren, blickte Thomas von Pavel lächelnd zu den fragenden Gesichtern vor ihm hinunter: „Liebe Gemeinde: Ich gehe davon aus, dass die Wenigsten das, was ich gerade gelesen habe, verstanden haben.“

So war es. Gelesen hatte Thomas von Pavel einen kurzen Abschnitt aus seiner ersten Predigt als Seelsorger der Gemeinde Menden. Sein Thema war die Sprache, die fremde Sprache und verbunden damit die Frage: Wie kann sich die Kirche in der heutigen Zeit den Menschen noch „verständlich machen“? Welche Sprache muss sie sprechen, damit sie die Menschen und deren Lebenswirklichkeit heute erreicht?

„Fremd“ den Menschen in Menden ist Thomas von Pavel nicht. „Sie sind schon lange zusammen mit Ihrer Familie dieser Kirchengemeinde verbunden – im gottesdienstlichen Leben, in der Kirchenmusik und nicht zuletzt auch als Zuhause“, begrüßte ihn Superindentin Martina Espelöer am Sonntag, 13. Juni, bei seiner Einführung in die erste Mendener Pfarrstelle. Der Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche, der von einem umfassenden Hygienekonzept flankiert war, wurde per Video live ins Paul-Gerhardt-Haus und in die Erlöserkirche übertragen.

An die dergestalt von überall zusehende und -hörende Gemeinde gerichtet, freute sich  Espelöer: „Wie schön,  dass Sie zügig eine Nachfolge für Pfarrerin Goudefroy gefunden haben.“ Mendens langjährige Pfarrerin hat im Kirchenkreis Vlotho das Amt der Superintendentin übernommen; mit ihrem Nachfolger, versicherte Espelöer der Gemeinde, „bekommen Sie einen Pfarrer mit Erfahrungen in vielfältigen Bereichen.“

Für manche mochte der Wechsel überraschend kommen. Viele Jahre lang war Thomas von Pavel in einer synodalen Pfarrstelle als Berufsschulpfarrer und dann als Schulreferent im Kirchenkreis Iserlohn tätig. „Bildung und Ausbildung – auch unseres Nachwuchses der Vikarinnen und Vikare – liegen dir sehr am Herzen“,  unterstrich Superintendentin Espelöer. „Junge Menschen sollen etwas vom christlichen Glauben und seiner Tradition erfahren. Sie sollen sprachfähig werden auch im Dialog mit anderen Religionen, eigene Schritte des Vertrauens und der christlichen Werte wagen. Und nun sagst du: Aber die Gemeinde vor Ort – sie fehlt mir.  - Was für ein Satz!“, lächelte Espelöer.

Thomas von Pavel, der nun wieder „seine Gemeinde“ hat (wie eben die Kirchengemeinde Menden wieder „ihren Pfarrer“), nahm die von Espelöer erwähnte „Sprachfähigkeit“ in seiner Predigt auf. Sprache, sich verständlich machen können; so wichtig, so zentral. Im Urlaub, so von Pavel, „kann man sich notfalls mit Händen und Füßen verständigen. Aber dauerhaft in einem fremden Land zu leben ohne Verständnis der Sprache: Das wird sehr anstrengend.“ Es wird kaum gelingen können.

Im Brief an die Korinther, 14. Kapitel, geht es um die prophetische Rede, führte von Pavel aus. Die prophetische Rede soll den Menschen zur Erbauung dienen. Dazu muss sie aber „mit Verstand“ gesprochen werden und nicht „mit Zungen“, erläuterte von Pavel den Bibeltext. „Wer in Zungen redet, erbaut nur sich selbst.“ Eine solche Rede ist sehr erbaulich für den, der redet - bloß versteht ihn eben niemand. Der neue Mendener Pfarrer schlug einen Bogen zur Erwartung der Gemeinde an ihn und speziell an jeden Seelsorger und jede Seelsorgerin: Erbauung zu spenden, zur richtigen Zeit auch Mahnung, und Trost.

Dazu braucht es aber umgekehrt den entsprechenden Resonanzkörper: „Wir werden kleiner als Gemeinden, und mit uns verschwinden Gebäude, Gemeindehäuser, Kindergärten.“ Die demografische Entwicklung trifft auf Menschen, die sich von der Kirche abwenden, die austreten aus mannigfachen Gründen. „Das schmerzt“, sagte von Pavel offen. Und offenbar hat es auch damit zu tun, „dass wir als Kirche immer weniger verstanden werden. Dass wir eine Sprache sprechen, die wir zwar untereinander verstehen, aber nicht damit nach außen dringen.“

Neu, vielleicht auch anders reden ist daher die Herausforderung dieser Zeit, der sich der neue Mendener Pfarrer neben vielem anderen engagiert stellen möchte. Um, so unterstrich zuvor Superintendentin Espelöer, als Kirche die zentralen Werte dieser Zeit zu übermitteln: Teilen, Solidarität und gegenseitigen Respekt.

Text und Bilder: Silvia Rinke


Hilfe für Peru

Liebe Gemeindeglieder,
wieder erreichen uns neue besorgniserregende Nachrichten aus unserer Partnergemeinde in Lima/Peru. In der Hauptstadt des Landes hat die zweite Corona-Welle weiterhin dramatische Auswirkungen, das Gesundheitssystem des Landes ist völlig überlastet.
Aktuell bitten wir daher wieder dringend um Spenden für Medikamente, medizinische Behandlung und Lebensmittel für unsere Partnergemeinde. Jede Unterstützung hilft!

"Spende Coronahilfe Peru"
Evangelische Kirche Menden
DE68 4476 1312 0424 0861 00

Link-Pfeil weitere Infos über unsere Partnerschaft



Spielezeit beginnt!

Wir haben gut vierzig ganz unterschiedliche Gesellschaftsspiele, die darauf warten, mal wieder genutzt zu werden – und gerade die Winterzeit bietet ja beste Gelegenheiten dazu! Gerne verleihen wir sie - natürlich kostenlos - für z.B. eine Woche.

Einfach melden bei unserer Jugendreferentin Sabine Hülsiepen, die eine Liste mit allen zur Verfügung stehenden Spielen hat und die Ausleihe koordiniert. Ihre Handy-Nummer: 0152 – 3371 6693.


Hinweise zum Gottesdienstbesuch

Liebe Besucher unserer Gottesdienste,
wir bitten Sie, die folgenden Regeln beim Besuch des Gottesdienstes einzuhalten:

  • Die Zahl der Gottesdienstbesucher ist begrenzt.
  • Zur Nachverfolgung von Infektionsketten ist es erforderlich, dass Sie Ihren Namen und Ihre Adresse und Telefonnummer aufschreiben.
  • Die Sitzplätze in der Kirche sind markiert.
  • Bitte desinfizieren Sie die Hände im Eingangs- und Ausgangsbereich.
  • Während des gesamten Gottesdienstes besteht Maskenpflicht, auch auf dem Sitzplatz. Bitte bringen Sie Ihren Mund-Nasen-Schutz mit.
  • Bitte achten Sie auf ausreichenden Abstand. Körperkontakt und physische Nähe sind im Kirchraum derzeit nicht erlaubt.
  • Leider ist auch das Singen nicht gestattet.

Bitte denken Sie daran:
Das Ziel all dieser Maßnahmen ist, das Risiko einer Infektion für Sie und Ihre Mitmenschen zu verringern.

Bleiben Sie gesund!


Gemeindebüro und Friedhofsverwaltung

Liebe Besucher,

wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir aufgrund der Corona-Pandemie unsere Büros weitestgehend für den Publikumsverkehr geschlossen halten. Telefonisch erreichen Sie uns zu den bekannten Öffnungszeiten. Manche Dinge lassen sich jedoch am besten im persönlichen Gespräch klären. In diesem Fall vereinbaren Sie bitte einen Termin mit uns. Bitte tragen Sie unbedingt einen Mund-Nasen-Schutz beim Betreten des Bodelschwinghhauses.

Wir sind trotz Corona für Sie da. 
Rufen Sie uns an:
Gemeindebüro: 02373/915441
Friedhofsverwaltung: 02373/915442


Pfarrerin Goudefroy zur Superintendentin in Vlotho gewählt

Am 6. November ist Pfarrerin Dorothea Goudefroy von der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Vlotho zur Superintendentin gewählt worden.

Die Evangelische Kirchengemeinde Menden gratuliert ihr herzlich zur Wahl und wünscht ihr für das neue Amt Gottes Segen.

Pfarrerin Goudefroy wird Menden zum Februar 2021 verlassen und ihren Dienst als Superintendentin in Ostwestfalen antreten.

Das Presbyterium wird zeitnah über den Wechsel und die Neubestzung der Pfarrstelle an der Heilig-Geist-Kirche beraten. 


Kollekten: Geld geben für einen guten Zweck – jetzt auch online

An jedem Sonntag werden in unseren Gottesdiensten Kollekten gesammelt. Das Geld kommt jeweils einem guten Zweck zugute, z.B. sammeln wir für das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt, oder für die Ausbildung von jungen Theolog*innen oder für seelsorgliche Aufgaben. Das ist gute christliche Tradition: Wer Geld hat, unterstützt damit ärmere Christ*innen und ihre Arbeit. Auch wenn jede*r „nur“ einen kleinen Beitrag gibt, kommt dadurch doch in ganz Westfalen Woche für Woche eine Summe zusammen, die die kirchliche Arbeit sehr unterstützt. Jedenfalls in normalen Zeiten!

Seit wegen der Corona-Pandemie die Kirchen viele Wochen nicht für Gottesdienste geöffnet waren und die jetzt stattfindenden Gottesdienste weniger besucht werden als zuvor, ist auch die Kollektengabe stark zurückgegangen. Viele Menschen können zurzeit nicht an Gottesdiensten in unseren Kirchen teilnehmen, weil sie sich in besonderer Weise vor einer Ansteckung mit dem Corona Virus schützen müssen. Vielleicht möchten sie aber trotzdem den jeweiligen Kollektenzweck finanziell unterstützen.

Das ist jetzt online möglich! Unter www.kd-onlinespende.de können Sie für den jeweiligen Kollektenzweck mit einer online-Überweisung spenden. Insbesondere für die Heiligabend-Kollekte, die Brot für die Welt zugutekommt, bitten wir Sie herzlich von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Auf Wunsch werden auch Spendenquittungen ausgestellt.


Gottesdienste in der Heilig-Geist-Kirche beginnen früher - neue Anfangszeit ist 9.30 Uhr

Die Gottesdienste in der Heilig-Geist-Kirche beginnen ab sofort um 9.30 Uhr, so hat es das Presbyterium beschlossen. Die neue Anfangszeit kommt den Gemeindegliedern entgegen, die bis zur Schließung des Ludwig-Steil-Hauses dort den Sonntagsgottesdienst besucht haben und nun an eine andere Predigtstätte umziehen mussten. 

"Wir hoffen, dass eine neue Gemeinschaft im Gottesdienst entsteht, wenn die einen ihren Gottesdienstort behalten und die anderen ihre gewohnte Anfangszeit", sagt Pfarrerin Dorothea Goudefroy. Sobald die Corona-Situation es möglich macht, wird nach dem Gottesdienst wieder ein Kirchcafé im Bodelschwinghhaus stattfinden.


Corona-Schutzmaßnahmen in Gottesdiensten der Evangelischen Kirchengemeinde Menden

Für die Gottesdienste und Konzerte der Evangelischen Kirchengemeinde Menden gelten weiterhin die üblichen Hygiene-Schutzmaßnahmen, die sich in den vergangenen Monaten bewährt haben. Bei einer Inzidenz-Zahl ab 35 müssen alle Besucher*innen den Mund-Nase-Schutz auch am Sitzplatz während des gesamten Gottesdienstes tragen und der Abstand von 1,5 Metern zwischen Personen bzw. Mitgliedern unterschiedlicher Haushalte muss eingehalten werden. Bei niedrigeren Infektionszahlen kann der Abstand durch die besondere Nachverfolgbarkeit (feste Sitzplätze, die notiert werden) ersetzt werden. Dies ist aber bei hohen Infektionszahlen nicht möglich.



Pfarrer i.R. Friedemann Majer verstorben

Am 27. August 2020 ist Pfarrer i.R. Friedemann Majer im Alter von 67 Jahren verstorben. Pfarrer Majer war 14 Jahre lang in Menden als Seelsorger im Krankenhaus und in den Altenheimen tätig. Mit seiner freundlichen Zugewandtheit und theologischen Klugheit hat er im Pfarrteam besondere Akzente gesetzt. 2014 wurde er in einem Gottesdienst im Paul-Gerhardt-Haus in den Ruhestand verabschiedet. Wir werden Pfarrer Majer ein würdiges Andenken bewahren und bitten Gott um Trost und Beistand für seine Familie.


 

 

 


Abschied vom Ludwig-Steil-Haus


Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde
Menden mit der Vorsitzenden Pfarrerin Dorothea
Goudefroy (vorne rechts) und Pfarrer Frank Fiedler
(hinten links); Foto: Heike Kiefer

von Heike Kiefer
Menden. Am Sonntag, den 23. August nahm die Evangelische Kirchengemeinde Menden Abschied von einer ihrer Predigtstätten. Im gemeinsamen Gottesdienst mit Superintendentin Pfarrerin Martina Espelöer wurde das Ludwig-Steil-Haus als Predigtstätte entwidmet. Am 18. Juli 2018 hat das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Menden nach intensiver Beratung beschlossen, das Ludwig-Steil-Haus im Lahrfeld spätestens Ende 2020 zu schließen. Es war eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, die sich das Presbyterium nicht leicht gemacht hat. Pfarrerin Dorothea Goudefroy dankte den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die seit der Gründung 1975 an der lebendigen Gemeinschaft im Ludwig-Steil-Haus in unterschiedlichster Weise mitgewirkt haben. Zahlreiche Gäste waren im bis auf den letzten Platz belegten Ludwig-Steil-Haus erschienen. Unter ihnen waren Pfarrer i.R. Klaus Cibulski, der von 1975 bis 1996 die Gemeinde im Lahrfeld betreut hatte, die amtierende und ehemaligen Küsterinnen und die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitta Erdem. Pfarrerin Dorothea Goudefroy nahm einfühlsam und sichtlich bewegt die Erinnerungen und die Trauer ihrer Gemeindeglieder auf und gab die tröstende Zusage: „Die Gemeinde bleibt im Vertrauen auf Gott zusammen – unabhängig vom Gemeindehaus.“

Superintendentin Martina Espelöer betonte in ihrer Predigt zum Fischzug des Petrus (Lukas 5,1-11), dass die Gemeinde mit ihrer Entscheidung nicht allein ist: „Was Sie erleben, betrifft uns alle, als Gemeinschaft des Kirchenkreises.“ In ihrer Auslegung beschrieb sie, wie das Volk Jesus am See Genezareth drängte, sie zu lehren und er ein Boot als Kanzel bestieg, um zu der Gruppe zu sprechen: „Die Worte des Evangeliums weisen uns an diesem Tag nicht zu einem anderen Gebäude, sondern hinaus zu den Menschen.“ Sie machte den  Gottesdienstbesuchern die Aufgabe deutlich, die Jesus uns gegeben hat: „Als Christen und als Kirche müssen wir uns dorthin senden lassen, wo es tief ist, unwägbar, ungewohnt, wo Fragen von Angst und Hoffnung, Segen und Fluch, Versagen und Gnade auftauchen.“ Auch der Namensgeber Ludwig Steil steht für diese Tiefe. Die Superintendentin zitierte aus den Briefen, die er im Frühjahr 1945 in Dachau geschrieben hat und aus denen sein tiefes Vertrauen in allen Fragen deutlich wird: „Wie werden Gottes Wege mit uns weitergehen?“ Und selbst rette er sich in die Antwort: „Am Ende steht immer ER selbst – Das ist Erquickung!“ So beendet auch Superintendentin Martina Espelöer mit diesen Worten ihre Predigt: „Fahre hinaus, bleibe nicht am Ort. Wenn wir uns senden lassen, wird eines gewiss sein: Sein Wort wird reichlich unter uns wohnen, ob in Gebäuden, unter freiem Himmel oder in anderen Menschen. Wir wissen nicht, wie die Wege – auch in Corona-Zeiten - der Gemeinde und der Kirche Jesu Christ im Einzelnen weitergeht, aber am Ende steht immer ER selbst. Das ist Erquickung.“

Kantor Helmut Brandt und Cordula Goller-Kickermann begleiteten gefühlvoll und angemessen mit einer kleinen Gruppe von Gesangs-Solisten den Gottesdienst musikalisch. Elias Geltsch hielt die Lesung aus dem Alten Testament. Während der Zeremonie wurden einige bedeutungsvolle Gegenstände aus dem Ludwig-Steil-Haus in neue Hände übergeben, damit sie auch weiterhin gemäß ihrer Bestimmung verwendet werden können. Edith Kuhlmann und Alexandra Lanfermann, die zusammen mit Simon Lanfermann und Pfarrerin Dorothea Goudefroy den Gottesdienst wunderbar vorbereitet hatten, überreichten die Gaben: Die durch Spenden finanzierte Schiegnitz-Orgel bleibt der Gemeinde weiterhin erhalten und wurde symbolisch an Pfarrer Frank Fiedler für die Erlöserkirche in Bösperde übergeben. Die Antependien, die vor vielen Jahren von Mitgliedern der Frauenhilfe genäht und bestickt wurden, finden einen neuen Bestimmungsort im Paul-Gerhardt-Haus auf Platte Heide. Die lieb gewonnenen Abendmahlsgeräte, eine Spende der Frauenhilfe Lahrfeld, werden zukünftig in der Heilig-Geist-Kirche eingesetzt. Das Altarkreuz bekam die Albert-Schweitzer-Grundschule-Lahrfeld für ihre Schulgottesdienste, die Walburgisschulen die Altarbibel. Das Auferstehungslicht der Osterkerze wird zukünftig in der Friedhofskapelle am Hahnenbusch leuchten.

Anschließend nahm Superintendentin Martina Espelöer die Entwidmung vor. Nachdem Alexandra Lanfermann und Edith Kuhlmann die Kerzen auf dem Altar ein letztes Mal gelöscht hatten, zog die Gemeinde vereint aus dem Ludwig-Steil-Haus aus und machte sich auf zu ihrer neuen und gleichzeitig schon bekannten Predigtstätte, der Heilig-Geist-Kirche. „Wir haben ein Ziel, einen Ort, an dem wir ankommen können. Hier gehören wir jetzt hin.“, erläuterte Pfarrerin Dorothea Goudefroy, zu deren Pfarrbezirk das Lahrfeld rund um das Ludwig-Steil-Haus seit drei Jahren gehört, im Gespräch. So wurden die Ankömmlinge auch herzlich begrüßt vom Bläserkreis Paul-Gerhardt und von Pfarrer Frank Fiedler, der den Gottesdienst weiterführte und zusammen mit Simon Lanfermann die Fürbitten vortrug. Superintendentin Martina Espelöer beschloss mit einem wertschätzenden Grußwort an das Presbyterium und die Gemeinde den Gottesdienst und spendete den Segen. Bei Sonnenschein und  musikalischer Begleitung wurden auf dem Kirchplatz in gelöster Stimmung Erinnerungen ausgetauscht und (fast) wie gewohnt Gemeinschaft gelebt - ANGEKOMMEN.



„Wundertüte“ für Konfis

In den letzten Monaten durften wegen der Corona-Situation keine Konfirmandentreffen stattfinden. Also dachten sich die Mitglieder im Kinder- und Jugendausschuss etwas aus, nannten es „Wundertüte“, packten ihre Ideen in eine kleine Tüte und sorgten dafür, dass die aktuellen Konfirmandinnen und Konfirmanden an der Haustür überrascht wurden.
„In der Tüte ist alles drin, was man in diesen Zeiten so braucht: Nervennahrung, gute Worte und eine Möglichkeit, mit Gott in Kontakt zu kommen, der hält nämlich keinen Abstand zu uns“, das sagt Mario Huhn. Wie die vielen anderen Tüten-Verteiler freute sich auch der 35-Jährige Pfarrer, die Jungen und Mädchen mal wiederzusehen.
Genaugenommen befindet sich in der Tüte ein Teelicht, das beim Brennen einen Bibelvers zum Vorschein bringt. Dazu eine Andacht für Zuhause, leckere Süßigkeiten und ein Brief, der zu einem Fisch gefaltet ist.  
50 Tüten haben die Mitarbeitenden liebevoll zusammengestellt und im Namen der Ev. Kirchengemeinde Menden an alle Konfirmandinnen und Konfirmanden der drei Bezirke verteilt. Kein Wunder, aber eine Aktion, die ein wunderbares Lächeln auf viele Gesichter zauberte.


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