Evangelische Kirchengemeinde Menden - Aktuelles

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Gemeindebüro und Friedhofsverwaltung am 20. Oktober geschlossen

Das Gemeindebüro und die Friedhofsverwaltung sind am Freitag, den 20. Oktober 2017, geschlossen.


Zeit für ein Fest





Mit einem großen Fest ist die Kampagne Barrierefreier Kirchenkreis in Menden zu Ende gegangen. Fünf Jahre hat sich der Evangelische Kirchenkreis Iserlohn umfassend dem Thema der Barrierefreiheit angenommen und in zahlreichen Projekten umgesetzt. Im Fokus standen Menschen mit Behinderungen, Menschen, die in unserer Mitte alt geworden sind sowie Menschen, denen die Kirche fremd geworden ist.

Der Theologe und Kabarettist Rainer Schmidt hielt einen Vortrag zum Thema „Wie Inklusion und Barrierefreiheit gelingen kann“ und ließ dabei immer auch eigene Erlebnisse auf humorvolle und tiefgründige Art einfließen.

Oberkirchenrätin Doris Damke dankte im Namen der Evangelischen Kirche von Westfalen dafür, dass sich der Kirchenkreis Iserlohn des Themas der gerechten Teilhabe am Leben ganz unterschiedlicher Menschen angenommen habe und sprach von einer „Ausstrahlungskraft der Kampagne in die Landeskirche“ hinein.

Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten sich Kirchengemeinden und ihre umgesetzten Projekte zum Thema Barrierefreiheit. Am Nachmittag gab es einen Festgottesdienst unterm Zeltdach. Am Abend heizte Workers Delight, die integrative Band der Iserlohner Werkstätten, dem Publikum mit einer Mischung aus Rock, Pop, Oldies und diversen Cover-Songs kräftig ein. 

„Schwellen abbauen – neue Zugänge ermöglichen“

Die Kampagne stand unter dem Motto „Schwellen abbauen – neue Zugänge ermöglichen“. Mehr als 70 Projekte konnten in dieser Zeit umgesetzt werden. Rund 1 Million Euro haben Kirchenkreis und Kirchengemeinden investiert.

„Durch die Projekte haben wir unseren Blick geweitet für die Fragestellungen der Teilhabe und der Inklusion. Es ist uns gelungen, den Begriff der Barrierefreiheit umfassend auszulegen und umzusetzen. Wir haben Rahmenbedingungen geschaffen, die es Menschen ermöglichen, sich in dem Maße am kirchlichen Leben zu beteiligen, wie sie es selber möchten – selbstbestimmt und frei. Die Kampagne „Barrierefreier Kirchenkreis“ hat uns neu gezeigt, dass es oft die  Verwundbarkeit des menschlichen Lebens ist, die uns zueinander bringt und Horizonte eröffnet. Wir sind neu sensibilisiert für die Bedürfnisse und Lebenswirklichkeiten sehr unterschiedlicher Menschen, haben Haltungen verändert und die Perspektive gewechselt“, sagte Superintendentin Martina Espelöer.

Hier ein Überblick über die Projekte (Auswahl):

…für Menschen mit Behinderungen: Behindertengerechte WC-Anlagen, ebenerdige Zugänge zu Kirchengebäuden und Gemeindehäuser und Einbau eines Fahrstuhls

…für Menschen, die in unserer Mitte alt geworden sind: insbesondere Induktionsschleifen sowie Gesangbücher in Großdruck, damit ältere Gemeindeglieder so lange wie möglich gut an den Gottesdiensten sowie den Gemeindeveranstaltungen teilnehmen können

Für Menschen, die die Angebote und Veranstaltungen nicht mehr wahrnehmen können, organisieren GemeindeSchwestern einen Besuchsdienst

Demenzfreundliche Gottesdienste („Vergiss-mein-nicht-Gottesdienste“)

…für Menschen, denen die Kirche fremd geworden: Um mit Menschen in Kontakt zu kommen, verlassen wir bewusst die eigenen Kirchenmauern und gehen mit dem „Projekt Kirchenbank“ auf den Marktplatz, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Text und Fotos: Markus Mickein

 

 


Pfarrer Frank Fiedler in Bösperde begrüßt


Pfarrer Frank Fiedler im Kreis mit Superintendentin
Martina Espelöer sowie Pfarrkollegen und
Mitgliedern des Presbyteriums Menden


Synodalassessor Thomas von Pavel und Pfarrerin
Dorothea Goudefroy sowie Presbyteriumsmitglieder

Lange brauchte die Kirchengemeinde nicht auf ihren neuen Pfarrer warten. Zwei Monate, nachdem Pfarrer Hans D. Daubner Anfang Juli in der Erlöserkirche Bösperde seinen Abschiedsgottesdienst feierte, wurde Pfarrer Frank Fiedler im Gottesdienst am 10. September 2017 an gleicher Stelle in seinem neuen Gemeindebezirk begrüßt.

Frank Fiedler, seit 1996 in der Gesamtgemeinde Menden als Pfarrer tätig und hier insbesondere mit einer halben Stelle für den Gemeindebezirk Lahrfeld mit dem Ludwig-Steil-Haus zuständig, wechselte in den neuen Gemeindebezirk um die Erlöserkirche in Bösperde mit einer vollen Pfarrstelle. Die Gottesdienststelle Ludwig-Steil-Haus übernimmt Pfarrerin Dorothea Goudefroy, die weiterhin noch die Heilig-Geist-Kirche in der Innenstadt betreut. Pfarrerin Goudefroy wurde bereits am Sonntag, 3. September, in einem festlichen Gottesdienst in ihrer neuen Wirkungsstätte begrüßt.

Eine Neuverteilung innerhalb der Gesamtgemeinde Menden war mit dem Ausscheiden Pfarrer Daubners aus dem Dienst notwendig geworden. Aufgrund der zurückgehenden Mitgliederzahlen war es nicht mehr möglich, wie bisher dreieinhalb Pfarrstellen vorzuhalten und zu besetzen. "Mir tun die Einschnitte, die auch andernorts im Kirchenkreis nötig sind, weh", sagte Superintendentin Martina Espelöer. Als Kirche im öffentlichen Raum sei es wichtig, diesen Wandel auch immer wieder öffentlich zu kommunizieren. "Um gemeinsam beieinander zu bleiben".

Superintendentin Martina Espelöer würdigte Pfarrer Fiedlers ökumenische Arbeit für die Gesamtgemeinde sowie sein Engagement beim Thema ‚Abendmahl mit Kindern'. Sie überreichte ihm eine neue Altarbibel mit der persönlichen Widmung von Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen. "Die neue in grau gehaltene Bibel ist schlichter als ihre alte Altarbibel mit Goldschnitt. Denn der Reformation und Martin Luther ging es um die Betonung des Wortes", sagte die Superintendentin und übergab die Altarbibel Frank Fiedler. Er bedankte sich im Namen der Gemeinde für das Geschenk der Landeskirche im Reformationsjubiläum und sagte: "In der Bibel ist Gott gegenwärtig. Hier erfahren wir, wie er zu uns steht." Gemeinde ist da, wo sich Menschen um das Wort Gottes versammelten. "In ihm sind wir Brüder und Schwestern". Marion Strotmann las anschließend aus der neuen Altarbibel die Lesung aus 1. Johannes 4 "Gott ist Liebe".

Text und Fotos: Markus Mickein


Broschüre "Orte der Erinnerung"


Für die Friedhöfe der Ev. Kirchengemeinde Menden ist ein Wegweiser mit Informationen über die Friedhöfe Am Hahnenbusch und Wietholz erschienen.

Eine PDF-Datei finden Sie unter Link-Pfeil Friedhofsverwaltung.

Den Wegweiser erhalten Sie in der Friedhofsverwaltung, in den Predigtstätten und natürlich auf unseren Friedhöfen.

 

 

 

 

 


500 Jahre Reformation
Wir feiern ein Christusfest


Die Evangelische Kirche freut sich anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 auf ein Christusfest. Lassen Sie uns miteinander neu entdecken, welche Bedeutung die frohe Botschaft hat: für den einzelnen, für unsere Gottesdienste und für unsere Gesellschaft!

Wir freuen uns, dass wir dieses Reformationsjubiläum im ökumenischen Geist begehen. Wir sind dankbar für die vertrauensvolle ökumenische Zusammenarbeit in unserer Stadt.

Wir suchen durch unser gemeinsames Reden und Handeln einen Weg, der unserer Sehnsucht nach Gemeinschaft zwischen den Konfessionen entspricht.

Je mehr wir dabei Jesus Christus in unser Leben hineinnehmen, um das Kommen des Heiligen Geistes bitten und auf die Zuwendung des Vaters vertrauen, um so mehr wird uns dies zur sichtbaren Einheit zusammenführen.

Wir freuen uns auf viele gemeinsame Begegnungen in unserer Stadt Menden!

 

pdf Ökumenische Aktivitäten im Jahr 2017 (PDF-Datei, ca. 460 KB)

Weitere Veranstaltungen finden Sie unter der Rubrik "Auf dem Weg zum Reformationsjubiläum"
auf der Homepage unseres Kirchenkreises www.kirche-iserlohn.de


Verabschiedung Pfarrer Hans D. Daubner


Abschied Pfarrer Daubner Bösperde (3): Pfarrer Hans D.
Daubner (Mitte) mit Superintendentin Martina Espelöer sowie
der Mendener Pfarrkollegin Dorothea Goudefroy und den
Pfarrkollegen Bernd Lorsbach (3. v. l.) und Frank Fiedler
(hinter Pfarrer Daubner) mit Presbyterium


Abschied Pfarrer Daubner Bösperde (1): Mit bewegten und
sehr persönlichen Worten nahm der Mendener Pfarrer Hans
D. Daubner Abschied aus seinem aktiven Pfarrdienst
und von seiner Kirchengemeinde

Was sagt man nach 40 Jahren im Dienst? Was sagt man nach 25 Jahren Tun und Wirken in Menden...? Pfarrer Hans Dietmar Daubner sagte einfach und sehr schlicht: danke. "Nach oben...", sein Blick ging zur Kirchenkuppel, "und an die Seiten, zu den Menschen", bewegt blickte er auf die übervolle Erlöserkirche.

Mit bewegten und sehr persönlichen Worten nahm der Mendener Seelsorger am 9. Juli Abschied aus seinem aktiven Pfarrdienst und von seiner Kirchengemeinde Bösperde-Halingen, die ihm gemeinsam mit Superintendentin Martina Espelöer ein herzliches Lebewohl bereitete. Ausgerechnet im 500. Jubiläumsjahr der Reformation schließt sich für den Luther-Kenner der Kreis seiner pfarramtlichen Tätigkeit in der Evangelischen Kirchengemeinde Menden: Am Reformationstag 1992 war er in die Pfarrstelle Bösperde-Halingen eingeführt worden, und "500 Jahre Reformation waren mir als überzeugter Lutheraner sehr wichtig", betonte der scheidende Pfarrer in seinem Verabschiedungsgottesdienst.

Als roten Faden in seiner Abschiedspredigt hatte Hans Dietmar Daubner ein Gedicht von Rainer Maria Rilke ausgesucht: Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehen..Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn." Jeder Ring ist ein Jahr, schlug Daubner den Bogen zu den Jahresringen eines Baumes. "Mal breit, mal schmal, mal hell, mal dunkel. Der innere Teil hat sich abgehärtet in den Jahren und Jahrzehnten... durch Krankheit, Stress..."

Doch all diese Ringe geben dem Baum Halt, "unter der Rinde liegt eine hauchdünne Schicht, lebendig, empfindlich. Und alles ist auf die Mitte ausgerichtet." Jeder Mensch, betonte der Seelsorger nachdrücklich, "braucht eine solche Mitte – oder mehrere Mitten." Die seine fand er 40 Jahre im aktiven Pfarrdienst und 25 Jahre in Halingen/Bösperde. "Es war eine schöne, für mich auch eine gute Zeit", blickte Daubner zurück. "Viel Arbeit fand im Kleinen statt, im Stillen." So die Arbeit im Männerkreis, Gemeindereisen auf Bachs und, ja, immer wieder Luthers Spuren; Gemeindefeste, Generationscafés mit Momenten der Stille.

"Für die Gemeindeglieder in Bösperde aber werden vor allem gute Worte aus den Predigten, die vom Geschenk des Glaubens erzählten, wichtig bleiben – ebenso wie seelsorgerliche Gespräche, die persönliche Begleitung in Glaubens- und Lebensfragen", betont die Kirchengemeinde Menden in ihrem Rückblick auf Pfarrer Daubners Wirken.

Und sie erinnert an die Bedeutung jener Pfarrwahl vor 25 Jahren: "Für die junge Familie Daubner, die zwei Jahre zuvor aus Siebenbürgen nach Menden gekommen war, bedeutete diese Pfarreinführung, wieder an einem Ort und in einer Gemeinde heimisch zu werden."

Für 25 Jahre wurde der Bezirk Bösperde-Halingen, das Pfarrhaus neben dem evangelischen Kindergarten und die Erlöserkirche Heimat. Die Stadt Menden wird es für den scheidenden aktiven Pfarrer weiterhin bleiben. Und seine Spuren werden weiterhin sichtbar bleiben: So hat Pfarrer Daubner noch in den letzten Jahren einen Besuchsdienst für die fünf Altenheime in Menden aufgebaut, der seine Arbeit zum Wohl der Menschen fortsetzen wird.

Text und Fotos: Silvia Rinke


Bestätigung für ausgezeichnete Qualität


Der Evangelische Kindergarten Lendringsen, der Evangelische
Kindergarten Friedrich von Bodelschwingh Menden und der
evangelische Paul-Gerhardt-Kindergarten mit Familienzentrum
Platte Heide wurden mit dem Evangelischen Gütesiegel BETA
ausgezeichnet.

Drei evangelischen Kindertageseinrichtungen aus Menden und Lendringsen wurde das Evangelische Gütesiegel BETA verliehen. In einer Feierstunde Anfang Juli hat Sabine Prott, Leitung Geschäftsfeld Tageseinrichtungen für Kinder in der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, den Evangelischen Kindergarten Lendringsen, den Evangelischen Kindergarten Friedrich von Bodelschwingh Menden und den evangelischen Paul-Gerhardt-Kindergarten mit dem Familienzentrum Platte Heide ausgezeichnet und den Leitungen mit Teams das Zertifikat mit Plakette übergeben.

Von Oktober 2014 bis November 2016 haben die Qualitätsverantwortlichen in den Teams zusammen mit dem Träger und dem jeweiligen Team die Abläufe in der Kindertageseinrichtung in den Führungsprozessen, Kernprozessen und Unterstützungsprozessen durchleuchtet und entsprechend des Leitfadens weiterentwickelt.

Mit Unterstützung von Gabriele Wand, Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen im Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn und im Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid- Plettenberg, haben die Einrichtungen ein eigenes Qualitätshandbuch erstellt. Darin sind 36 Prozesse entsprechend der vorgegebenen Kriterien beschrieben, wie z.B. Leitbild, Zusammenarbeit zwischen Träger und Leitung, Personalentwicklung, Konzeption, Bildungsangebote, Zusammenarbeit mit Eltern und Öffentlichkeitsarbeit.

Im Frühjahr wurden die Kindertageseinrichtungen durch Auditoren der Diakonie RWL gutachterlich extern auditiert. Die Auditoren haben die Handbücher geprüft und einen ganzen Tag in der Kindertageseinrichtung verbracht, um die Wirksamkeit der geforderten Kriterien und beschrieben Prozesse in der täglichen Praxis festzustellen. "Sie sind jetzt auf dem fachlich neuesten Stand, Sie kennen Ihre Qualität und Ihre Weiterentwicklungsthemen. Sie arbeiten inklusiv und leben eine facettenreiche Zusammenarbeit in der Kirchengemeinde. Außerdem haben Sie sich darüber hinaus mit dem Prozess ‚alternsgerechtes Arbeiten und Gesundheitsförderung von Erzieherinnen und Erziehern' beschäftigt", freut sich Fachberaterin Gabriele Wand. Superintendentin Martina Espelöer dankte allen Mitwirkenden für ihre geleistete Arbeit.

"Sie vermitteln den Kindern in ihren Einrichtungen, dass sie zu einer Gemeinschaft gehören, sie vermitteln ihnen Werte. Bei ihnen können Kinder ihre Stärken entwickeln und mit ihren Schwächen umgehen lernen. Diese Bildung verlangt tägliche Qualität, die sie haben", sagte Superintendentin Espelöer.

Das Gütesiegel ist auch eine Anerkennung dafür, dass sich die Kindertageseinrichtungen den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen und wichtige Erkenntnisse der Forschung praktisch umsetzen. Das Qualitätsmanagement geht immer weiter. Nach jährlichen internen Überprüfungen der Praxis findet alle fünf Jahre zur Überprüfung der Qualität ein externes Audit statt.

Zudem unterstützen die geforderten Qualitätskriterien das erkennbare und erfahrbare evangelische Profil der Kindertageseinrichtungen im Alltag und zu den Anlässen und Festen im Kirchenjahr, wie z.B. in der Vorbereitung der Kinder auf das Reformationsjubiläum.

Text: Markus Mickein
Foto: Silvia Rinke


Änderung der Gottesdienstzeiten

Die Reduzierung der Zahl der Pfarrstellen in der Kirchengemeinde Menden hat Veränderungen der Gottesdienstzeiten an zwei Orten zur Folge. Ab 16.7.2017 beginnt deshalb der Sonntagsgottesdienst in Bösperde (Erlöserkirche) um 9:30 Uhr und  auf Platte Heide (Paul-Gerhardt-Haus) um 11:00 Uhr. So hat das Presbyterium in seiner Sitzung am 22.3.2017 einstimmig beschlossen.
Sonntag für Sonntag sind in unserer Kirchengemeinde 4 Gottesdienststätten zu versorgen. Das Ludwig-Steil-Haus und die Heilig-Geist-Kirche bilden seit vielen Jahren schon ein eingespieltes Doppel und werden in der Regel von ein und derselben Person versorgt.
Solches war auch grundsätzlich schon immer wünschenswert für die Erlöserkirche und das Paul-Gerhardt-Haus. Solange wir aber 4 Pfarrstellen hatten, konnten wir uns den „Luxus leisten“, die Zeiten nicht anzupassen. Jetzt aber sieht die Situation anders aus.
In Zeiten, wo immer wieder einmal ein Kollege/eine Kollegin in Urlaub, auf Fortbildung oder krank oder anderweitig verhindert ist, muss es möglich sein, dass die anderen Kollegen die Gottesdienste gewährleisten können.
Alleine und gemeinsam haben die Presbyter/innen in Bösperde und Platte Heide beraten, wie die Pfarrstelleninhaber/in eingesetzt werden sollen. In der Presbyteriumssitzung am 22.3. wurde dann wie oben angegeben der  gemeinsame, einstimmige Beschluss gefasst.
Dieser Beschluss wird nicht bei allen Beteiligten in Bösperde und Platte Heide Freude auslösen. Bei manchen macht dieser Beschluss es erst einmal kompliziert am Sonntagmorgen. Vielleicht entdecken aber manche auch die Chance, den Sonntag noch einmal ganz neu in den Blick zu nehmen. Bei manchen löst er aber auch Trauer aus, weil es gilt, Abschied zu nehmen von liebgewordenen Gewohnheiten und vielleicht auch von vertrauten Menschen oder auch von einer Gottesdienststätte.
Das wird nicht leicht. Wir Gemeindeglieder müssen einander helfen. Wir können es schaffen, wenn wir den neuen Rahmenbedingungen eine faire Chance geben. Als Verantwortliche wollen wir Raum geben für alle Reaktionen. Wir wollen versuchen, Wege zur Überwindung der Trauer zu finden und für die Freude eine Türe aufzumachen.
Denn dass Gott bei allen Menschen ankommen will, (auch bei den Sonntagmorgen-FrühaufsteherInnen oder den Sonntagmorgen-LangschläferInnen ….) hat sich nicht geändert. Vielleicht kommen uns in der Zeit der Erprobung noch  andere Ideen, wie wir dieser Aufgabe besser gerecht werden können.    


Ein Vierteljahrhundert auf der Orgelbank
Kantor Helmut Brandt feiert sein 25. Dienstjubiläum in Menden


„Das war schon sehr schön“, ist ein typischer Satz von Kantor Helmut Brandt, den jede Kantoreisängerin und jeder Orgelschüler schon oft gehört haben. Helmut Brandt schimpft nicht über schräge Töne und falschen Rhythmus, sondern er lockt unverdrossen noch bessere Musik aus jedem heraus. Das Ergebnis gibt ihm Recht. 

Seit sage und schreibe 25 Jahren leitet Helmut Brandt die musikalischen Geschicke unserer Gemeinde. Als hauptamtlicher Kantor mit ganzer Stelle hat er da eine ganze Menge zu tun: Orgeldienst in den Gottesdiensten, Chorleitung bei der Kantorei und dem Jugendchor Voice for Life, Ausbildung von NachwuchsorganistInnen, Vorbereitung und Durchführung von Konzerten, musikalische Früherziehung in unseren drei Kindertageseinrichtungen und nicht zuletzt auch die Erstellung von Plakaten und Handzetteln und Konzertprogrammen und...

Viele Menschen in Menden hat Kantor Brandt zum Singen und Musizieren angeregt und dabei immer den Wunsch gehabt, durch die Musik den christlichen Glauben zum Klingen zu bringen. Das spürt man an seiner Orgelbegleitung im Gottesdienst und auch bei der Auswahl der Konzertliteratur. Für diese Verkündigung ist unsere Gemeinde ihm dankbar. 
Seine Liebhaberei gilt der anglikanischen Musik; sie prägt die Choral Evensongs, aus England stammende musikalische Abendgebete, verlockt ihn zur Choralbegleitung am Harmonium und zu manch englischsprachigem Stück in Kantorei und Jugendchor. Und sie ist Ausdruck der ökumenischen Weite, die zu guter Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde führt. 

Die lange, kontinuierliche Arbeit als Kirchenmusiker in unserer Gemeinde trägt Früchte: Längst sind die Kinderchormitglieder von einst gut geschulte Kantoreimitglieder oder studie- ren gar Gesang. KonfirmandInnen schmettern beim Gemeindefest die alten Kindergartenlie- der vom Gummibär oder Quack dem Frosch, die sie beim „Musik-Mann“ gelernt haben. Sonntags sitzen auf der Orgelbank auch OrganistInnen, die Helmut Brandt ausgebildet hat. Und auch das Orchester der Heilig-Geist- Kirche und der Ev. Bläserkreis Paul-Gerhardt profitieren vom guten, musikalischen Klima, das er nachhaltig fördert. Nicht zuletzt durch die Initiierung der Stiftung Kirchenmusik trägt Helmut Brandt dazu bei, dass auch in Zukunft die musikalische Arbeit in unserer Gemeinde auf sicheren Füßen steht. 

Danke und Gottes Segen für die weitere musikalische Arbeit!

Dorothea Goudefroy


Mit neuen Kräften dazu in neuen Räumen
Gemütlich und heimelig präsentiert sich der evangelische Kindergarten


Das Team des Evangelischen Kindergartens
Menden-Bösperde mit Presbyter Dieter Becker
und Pfarrer Hans D. Daubner



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Die neuen Räumlichkeiten für die Betreuung
der jüngsten Kinder in der Ev. Kita in Bösperde
Ein quirliges Bällebad darf natürlich nicht fehlen, ein himmelblaues Schmusenilpferd ebenso wenig, und so fläzt sich das Hippo schläfrig in die weiße Hängematte. Und ebenso möchte sich auch der Besucher wohlig seufzend spontan in die plüschigen Kissen fläzen und einfach abhängen und die Umgebung genießen. Enorme Gemütlichkeit und Heimligkeit strahlen sie aus, die lichten neuen Räume für die U3-Betreuung des Evangelischen Kindergartens Menden-Bösperde; genau genommen ist es eine U2-Betreuung für die ganz Kleinsten, berichtet Leiterin Sandra General-Koester aufgeräumt. "Die jüngsten Kinder dieser neuen Gruppe sind noch nicht mal ein Jahr alt." 9 zarte Monate zählt der kleinste der 10 Knirpse, zwei Jahre alt ist das Älteste. Da tut der Wickelraum nicht nur pro forma gute Dienste.

Mit einer beschwingten Eröffnungsfeier präsentierten Kindergartenteam und Presbyterium am Nachmittag des 16. September die neuen Räumlichkeiten im Stadtteil Bösperde für die Betreuung jüngster Kinder, die buchstäblich noch in den Windeln liegen und für die qualifizierte Betreuungsplätze rar gesät sind. Das weiß auch das Presbyterium, für das Dieter Becker bei der Eröffnung einen kurzen Rückblick auf die Genese der neuen U3-Gruppe gab.

Von der ersten Anfrage der Stadt Menden bis zu jenem Dezembertag, an dem die Bagger anrollten, verstrichen viele Monate. Man plante, überlegte, begutachtete Entwürfe, steckte den finanziellen Rahmen für das Projekt ab. Namentlich dankte Dieter Becker dem Architekturbüro Vedder und Berndes für seine qualifizierte und stets verlässliche Begleitung der Bauarbeiten, ein dickes Dankeschön nahm ebenso Baukirchmeister Reinhold Beckmann in Empfang: "Unser wichtigster Mann", lobt Dieter Becker, unablässig um das Gelingen dieses ehrgeizigen Projekts bemüht.

Am Eröffnungsnachmittag blickten alle mit rechtschaffenem Stolz auf das überzeugende Ergebnis. "Wir stärken so nachhaltig den Kindergarten Bösperde und das Familienzentrum Bösperde - Halingen", strich Dieter Becker die Hoffnung heraus, die auf der neuen U3-Gruppe liegen.

Und nicht zuletzt und ganz wichtig, betonte Sandra General-Koester: Für die Betreuung dieser zehn Winzlinge noch weit unter 3 Jahren wurden vier Fachkräfte neu eingestellt. Fürs angeregte Miteinander-ins-Gespräch-Kommen am Eröffnungsnachmittag empfahl die Kiga-Leiterin lächelnd dezente Blicke aufs Revers: "Die in dem Bereich arbeiten, haben heute alle so ein Schildchen...!"

 

Quelle: "Unsere Kirche" (UK), 09.10.2016
Text und Foto: Silvia Rinke



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