Geistliches Wort – Archiv 2015

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Ellen Gradtke
Pfarrer Frank Fiedler

Wort zum Sonntag

Die Tür ist verschlossen und kann nur von außen geöffnet werden!

Mit dem Ersten Advent geht das alte Kirchenjahr zu Ende, ein neues beginnt. Das Kirchenjahr, von dem wir heute – Samstag – Abschied nehmen, hat auch etwas Tückisches. Es suggeriert uns, alles ginge immer so weiter: ein ewiger Kreislauf von Herbst und Winter, Frühling und Sommer. Wie im Kinderlied: "Alle Jahre wieder kommt das Christuskind". Ja, die Adventszeit kommt immer wieder, die Natur lebt im Kreislauf und erneuert sich – mehr oder weniger – alle Jahre wieder, – aber wir leben in der Geschichte. Der Tag des Weihnachtsfestes mag vorerst immer wieder kommen, die Tage nach Weihnachten werden wieder länger, aber die Zahl unserer Jahre wird immer kürzer. Unser Leben verläuft nicht im Kreis, sondern unser Leben hat ein Ziel.

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Pfr. Hans D. Daubner
Pfr. Hans D. Daubner

Wort zum Sonntag

Der gelegte Grund oder . . . einen anderen Grund kann keiner legen . . . (1Kor.3,11)

Am 31. Oktober eines jeden Jahres feiert die evangelische Christenheit Reformationsfest. In zwei Jahren, 2017, wird es ein großes Jubiläum geben, nämlich 500 Jahre seit Beginn der Reformation (1517 – 2017). Das gibt Anlass, sich mit der Reformation und ihren Folgen kurz zu beschäftigen. Als Martin Luther, der katholischer Mönch und Universitätsprofessor in Wittenberg war, am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Türe der Schlosskirche in Wittenberg anbrachte, wollte er damit keineswegs eine Spaltung der damaligen Kirche hervorrufen. Er wollte zu einer Disputation (heute würde man sagen, zu einer Diskussion, einer Auseinandersetzung) über die Zustände in der damaligen Kirche, im Zusammenhang mit dem Ablasshandel auffordern. Er wollte eben "reformieren", rütteln, schütteln, aufdecken, zurückführen, zu den Ursprüngen, zu den Quellen.

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Ellen Gradtke
Vikarin Mareike Gintzel

Wort zum Sonntag

Mein Schatz!

Ich hatte mir für dieses Jahr fest vorgenommen, bei meinem Jahreslos einen großen Lottogewinn abzusahnen. So gerne hätte ich mir so manchen kleinen und großen Wunsch erfüllt und meinen liebsten Menschen auch.

Nun neigt sich das Jahr aber dem Ende zu und das Los läuft bald ab. Sei´s drum. Ich hab auch so jede Menge Schätze in diesem Jahr gesammelt. Zumal ich ja hier auch ein ganz neues Gebiet zur Schatzsuche aufgetan habe. Seit einem Jahr lebe und arbeite ich nun in Menden und das erste Jahr meines Vikariates ist um. Und meine Schatzkiste ist gut gefüllt.

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Bärbel Vane
Bärbel Vane

Wort zum Sonntag

Döner, Gyros, Pizza & Co.

Morgen feiern wir Erntedank. Ein uralter Brauch. Im englischen heißt dieser Tag: Thanks giving: Dank geben. Mir gefällt dieser Begriff besser, denn er begrenzt unseren Dank nicht schon von vornherein nur auf die Ernte.

Dank geben Ich erinnere mich noch, als bei uns in Brunsbüttel, eine Kleinstadt in Norddeutschland, die erste Pizzeria aufmachte. Neugierig wurde das Fremde erst mal von der anderen Straßenseite aus beäugt. Aber es half nichts, durch die weit geöffnete Eingangstür, wehte ein unbekannter aber appetitanregender Duft zu uns herüber. Spontan beschlossen meine Klassenkameradinnen und ich, allen Vorurteilen zum Trotz, am darauf folgenden Wochenende der Pizzeria ein Besuch abzustatten.
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Ellen Gradtke
Pfrn. D. Goudefroy

Wort zum Sonntag

Wir wissen, was Sie weiterbringt

Am ersten Schultag bin ich Gott begegnet. Ganz leibhaftig. Er war ungefähr 1,53 Meter groß, trug Jeans und Turnschuhe und ein weißes T-Shirt. In der Heilig-Geist-Kirche stieg er nach dem Einschulungsgottesdienst der neuen 5er von der kleinen Seitenempore vorne rechts. In der Hand hielt er das Mikrofon, mit dem er beim Anspiel Abraham aufgefordert hatte: "Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft in ein Land, das ich dir zeigen will!"

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Ellen Gradtke
Ellen Gradtke

Wort zum Sonntag

Gottgegeben

Ein voller ICE auf der Fahrt nach Berlin. Ich höre Wortfetzen: "Sie haben keinen gültigen Fahrschein. – Wir müssen Sie der Polizei übergeben." Ich blicke mich um. Schaffner reden auf einen jungen Nordafrikaner ein, der offensichtlich kein Geld bei sich hat. Das Geschehen geht mir nahe. Bevor ich reagieren kann, höre ich eine Frauenstimme: "Ich zahle für den jungen Herrn." Die Fahrkarte kostet 130 Euro. Als sich die Helferin auf ihren Platz setzt, kann ich nicht anders: ich danke ihr und gebe ihr wenigstens den Rest Bargeld aus meinem Portemonnaie. Sie ist überrascht und zu Tränen gerührt, als viele andere Reisende es mir gleichtun. Durch ihre Courage hat diese Frau uns ein großes Geschenk gemacht: sie hat uns gezeigt, wie einfach das Gute ist.

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Lorsbach
Pfr. Bernd Lorsbach

Wort zum Sonntag

Kirche ist eine eigene Welt

Wir waren jetzt mit einer Gruppe ehemaliger Konfirmanden ein Wochenende in der Jugendherberge in Essen. Das Wochenende gehörte nicht mehr zum Pflichtprogramm der Konfirmandenarbeit. Trotzdem sind 11 von 21 Konfirmanden mitgefahren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten selbst entscheiden, wie sie die Zeit gestalten wollten. Wir Teamer machten wie sie nur Vorschläge. Teamer und Teilnehmer waren gleichberechtigte Partner. Die einen mussten sich eher zurückhalten. Die anderen mussten sich eher einbringen.

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Pfr. Hans D. Daubner
Pfr. Hans D. Daubner

Wort zum Sonntag

Protestantismus und Kunst – Gedanken zum Reformationsjubiläum 2017

Auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 lässt sich eine fast eindeutige Weichenstellung feststellen: Es soll eine ökumenische Feier mit Jesus Christus im Mittelpunkt geben. Ob damit Gedenken und Jubiläum zusammengeführt werden können, wird sich noch herausstellen müssen. Auf dem Hintergrund einer derartig geplanten Christusfeier seien hier ein paar Gedanken zum Verhältnis evangelische Kirche und Kunst zum Ausdruck gebracht. Bietet nicht gerade die Kunst eine Möglichkeit, 2017 ökumenisch zu feiern?

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Ellen Gradtke
Vikarin Mareike Gintzel

Wort zum Sonntag

Über Mut und Vorurteile / Sauerländer wider allen Klischees

Ich bin erst seit einem halben Jahr Mendenerin, die Ausbildung führte mich in diese Stadt. Manche Leute wollten mich auf meinem Weg des Umzuges ins Sauerland vorbereiten, auf die Mentalität der Sauerländer*innen und umschrieben die Menschen hier als kühl und distanziert, die ihre Zeit brauchen, um miteinander warm zu werden.

 

 

 

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Ellen Gradtke
Pfarrer Frank Fiedler

Wort zum Sonntag

40 Jahre Ludwig-Steil-Haus, ein guter Name für ein Haus Gottes

Morgen, am 12. April, hat das Ludwig-Steil-Haus im Lahrfeld ein Jubiläum. Es ist genau 40 Jahre her, dass dieses Haus eingeweiht wurde. Darum wird morgen dort gefeiert. Im Ludwig-Steil-Haus feiert die Evangelische Kirchengemeinde Menden seit 4 Jahrzehnten Gottesdienste, dort treffen sich Gruppen und Kreise, Grundschülerinnen und -schüler feiern dort Gottesdienst, Konfirmandinnen und Konfirmanden vertiefen ihr Verständnis des christlichen Glaubens. Das Haus ist bekannt – aber wer ist sein Namensgeber?

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Bärbel Vane
Bärbel Vane

Wort zum Sonntag

Zwischen Aschermittwoch und Ostern

Ich schaff es nicht. Sieben Wochen ohne. Dabei bin ich gerade erst mal knapp zwei Stunden auf und schon nervt mich ein Autofahrer, der in der 50 Zone mit 30 Sachen vor mir hertuckert. "Gib Gas du Blödmann", schießt es mir in Gedanken durch den Kopf. Ganz ungewollt. Ehrlich!

Ich schaff es einfach nicht. Ich hätt ja auch mal wieder auf Schokolade verzichten können. Das ist so viel einfacher. Im letzten Jahr hatte ich versucht auf verbale Entgleisungen meinen Mitmenschen gegenüber zu verzichten.
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Pfr.in Dorothea Goudefroy
Pfrn. D. Goudefroy

Passion heißt Leidenschaft

das passiert mir selten: Ich schicke eine Pressmitteilung raus, um einen Gottesdienst anzukündigen, und bekomme postwendend einen Anruf vom Öffentlichkeitsreferenten. "Machen Sie das wirklich?", fragt er mich. "Veranstalten Sie wirklich einen Gottesdienst über Schokolade zum Beginn der Fastenzeit?"

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Pfr. Hans D. Daubner
Pfr. Hans D. Daubner

Wort zum Sonntag

"Laß uns ruhig schlafen … und unseren kranken Nachbarn auch"

Wer kennt es denn nicht, das Abendlied von Matthias Claudius, besser noch bekannt unter der Überschrift "Der Mond ist aufgegangen". Es wurde an die dreißig mal vertont und gehört zu den bekanntesten Volksliedern. Was macht dieses Lied so berühmt und wer war der Mann, an dessen 200. Todestag wir uns in der vergangenen Woche erinnert haben? Das Lied, das eigentlich mehr ist als ein Lied, macht so Manches von der Wesensart des Pastorensohns M.Claudius offenbar.

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Ellen Gradtke
Ellen Gradtke

Wort zum Sonntag

Die Goldene Regel

"Was du nicht willst, das man dir tu, das füg´ auch keinem anderen zu." Dieses alte und bekannte Sprichwort wird die "Goldene Regel genannt. In fast allen Religionen der Welt gibt es diesen Grundsatz, der beschreibt, welchen Umgang die Menschen miteinander pflegen sollten. Positiv formuliert heißt die Regel im Matthäus-Evangelium etwa: "Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst." (Mt 7,12)

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