Geistliches Wort – Archiv 2016

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Goudefroy
Pfrn. D. Goudefroy

Wort zum Sonntag

Liebe Leserinnen und Leser! Morgen fängt ein neues Jahr an. Es liegt noch "unbenutzt" vor uns, und ich fühle mich an meine Schulzeit erinnert, an den Beginn eines neuen Schuljahres. Da bin ich jedes Mal mit neuen Heften im Schulranzen gestartet. Sie waren noch unbenutzt, ohne Eselsohren, mit weißen, leeren Seiten ohne Schreibfehler. Meine leider immer sehr krakelige Handschrift hatte diese Seiten noch nicht zum Gebrauchsgegenstand degradiert.

Jedes neue Jahr, das beginnt, kommt mir vor wie so ein sauberes, weißes, noch nicht benutztes Heft. Sehr schön und voller Möglichkeiten. Ich nehme mir vor, es mit schönen Dingen zu füllen, mit guten Begegnungen, mit Freude und auch mit Muße und sinnvoller Arbeit. Dass ich dazu viel beitragen kann, ist mir bewusst, darum fasse ich manchen guten Vorsatz für das neue Jahr.

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Lorsbach
Pfr. Bernd Lorsbach

Wort zum Sonntag

"Du kommst trotzdem."

Spätestens am 1. Advent eröffneten die Weihnachtsmärkte mit großen Erwartungen. Für den Handel sind jetzt die letzten Tage vor Weihnachten besonders wichtig. Es ist die umsatzstärkste Zeit im Jahr.

Dazwischen Advents- und Weihnachtsfeiern überall. Konzerte. Süßigkeiten. Wir vergleichen früher und heute. Seit Dienstag wird umgetauscht. Und: Die Gutscheine werden eingelöst.

Einen Streit über die Frage zu führen, ob das richtig ist, wie wir Advent und Weihnachten richtig feiern, erübrigt sich. Alle machen das so, wie sie es wollen oder auch können oder wie sie es gewöhnt sind. Und dann gab es diesen furchtbaren Zwischenfall am Montag der vergangenen Woche in Berlin, der uns alle erschreckt hat. Hätte Weihnachten nicht ausfallen müssen?

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Gintzel
Vikarin Mareike Gintzel

Wort zum Sonntag

"Halbzeit im Advent"

Man spürt die Energie, die Ruhelosigkeit. Ja, die Konzentration ist fast atemraubend. Alle sind ganz bei der Sache, fokussiert auf nur das eine Ziel. Jede Minute zählt. Die Spieler auf dem Feld geben alles. Sie sehen und hören nur ihre Mitspieler, suchen nur den Ball und wollen ihrer Spielrolle im Team gerecht werden. Ebenso angespannt sind die Zuschauer – am Spielrand oder am Bildschirm. Nichts von drumherum wird wahrgenommen. Alle blicken nur auf das Spielgeschehen. Wie gebannt tauchen die Zuschauer in das Geschehen ein, und es ist, als ob sie selbst über das Grün flitzen und alles geben. Denn es geht bestimmt um etwas ganz wichtiges.

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Ellen Gradtke
Pfarrer Frank Fiedler

Andacht Ewigkeitssonntag 19. November 2016

Christsein im Wartestand

Der morgige Sonntag, in der Evangelischen Kirche ist es der Ewigkeits- und Totensonntag, lenkt die Gedanken auf das Ende eines jeden einzelnen, auf den Tod, und darüber hinaus auf das absolute Ende, das allem Dasein auf Erden bevorsteht: auf den "Jüngsten Tag", an dem unser Herr Jesus Christus als Richter über alle und alles je Dagewesene zugegen sein wird. Und die in einer Woche beginnende Adventszeit erinnert daran, dass alle irdische Zeit eine Zeit des Wartens auf Christus ist. - Das Warten gilt nicht etwas Unbekanntem, nicht einer Zu-kunft, die vielleicht etwas Gutes in ihrem Schoß birgt, vielleicht aber auch bittere Enttäu-schungen oder gar verheerende Katastrophen. – "Wir warten dein, o Gottes Sohn, und lieben dein Erscheinen …"

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Pfr. Hans D. Daubner
Pfr. Hans D. Daubner

Wort zum Sonntag

". . . .Und ruhte am siebten Tage . . . "

Die Ruhe also – als Krönung der Schöpfung. So nachzulesen auf den ersten Seiten der Bibel (1Mos.2) Nicht die Arbeit, nicht die Werke, nicht der Mensch, sondern eben die Ruhe.  Was könnte das bedeuten, wollte man versuchen, es umzusetzen oder gar seinen Lebensablauf danach auszurichten? Es könnte bedeuten, sich ein wenig Zeit zu nehmen über das, was so läuft, etwa unter dem Stichwort "Hamsterrad" nachzudenken. Es könnte auch bedeuten, sich einmal selber Ruhe zu gönnen, zur Ruhe kommen, versuchen, Ruhe zu leben.

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Ellen Gradtke
Ellen Gradtke

Wort zum Sonntag

Ein Spruch für`s Leben

Haben Sie das beim Wandern auch schon mal erlebt, dass die Wegweiser, die zu Beginn der Tour so klar die Richtung und die Kilometer bis zum Ziel anzeigten auf einmal verschwunden waren? Mitten im Wald hat man plötzlich keine Orientierung mehr. Welcher Weg der richtige ist: rechts oder links, hoch oder runter? Wo ist Norden und wo, um Himmels Willen, steht dann wohl unser Auto? Fern ab von jeglicher Zivilisation, fragt man sich, ob man je ans Ziel kommen wird. Und wenn man dann den falschen Weg wählt, kostet das viel Zeit und Kraft. In solchen Momenten fällt er mir dann wieder ein, mein Spruch, der mir immer hilft, wenn nichts mehr hilft. Er tröstet mich in Zeiten der Verzweiflung und Ratlosigkeit, er ist meine Bestätigung, wenn es mir gut geht. Vielleicht haben Sie ja auch so einen "Lebensspruch"?

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Bärbel Vane
Bärbel Vane

Wort zum Sonntag

Angst essen Seele auf

Längst ist Fassbinders Filmtitel aus den siebziger Jahren zum geflügelten Wort geworden

Angst essen Seele auf.
Dieser Satz kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn ich mich nach dem Gottesdienst beim Kirchcafe mit unseren iranischen Flüchtlingen unterhalte. Ja, Angst essen Seele auf… Hinter vielen Erzählungen stecken erschreckende Lebensgeschichten, die mich oft zu Tränen rühren.

Wir können oft nur bruchstückhaft erahnen, was einige von ihnen für ihren christlichen Glauben durchlebten und aushalten mussten. Und teilweise auch noch hier in Deutschland aushalten müssen. Solche Momente lassen mich dann ganz demütig werden.
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Goudefroy
Pfrn. D. Goudefroy

Wort zum Sonntag

Einmal für immer

Sind Sie als Baby getauft worden? Oder später im Leben? Das habe ich am letzten Sonntag die evangelische Gemeinde gefragt. Zwei Drittel standen bei "als Baby getauft" auf, ein Drittel hat die Taufe als Jugendliche oder Erwachsene erlebt. Da hat sich was verändert.

Was ist nun aber besser, Kinder- oder Erwachsenentaufe? Meine Konfirmanden haben das diskutiert. „Ich finde es gut, dass ich als Baby getauft worden bin“, sagt eine. „So ist Gott mein ganzes Leben lang bei mir.“ Ein anderer entgegnet: „ Ich fänd’s besser, später getauft zu werden. Ein Baby hat ja noch nicht so viele Sünden begangen. Später wäre die Taufe einfach nötiger.“

Ich muss schmunzeln – wie recht er hat! Überhaupt sind einige Konfirmanden dafür, die Taufe gleich richtig zu machen: ganz im Wasser untertauchen statt Katzenwäsche. Die Sünden sollen schließlich richtig abgehen. Unsere Partnergemeinde in Lima tauft so. Da werden erwachsene Täuflinge in einem Fluss dreimal ganz untergetaucht. Eine Konfirmandin aber wendet ein, dass man da schon Angst haben muss, zu ertrinken.

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Pfr. Hans D. Daubner
Pfr. Hans D. Daubner

Wort zum Sonntag

Klare Entscheidung

"Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen" (Apg. 5,29) Als der Reformator Martin Luther 1521 auf dem Reichstag zu Worms gefragt wurde, ob die ihm vorgelegten Schriften von ihm verfasst seien, da antwortete er mit ja. Als er weiterhin gefragt wurde, ob er bereit wäre, sie zu widerrufen, erbat er sich Bedenkzeit. Das war ungewohnt. Dennoch wurde ihm diese Zeit bis zum darauffolgenden Tag gewährt. Erneut gefragt, ob er nun bereit wäre zu widerrufen, sagt er nein, es sei denn, man könne das, was in den Schriften steht aufgrund der Bibel und des Gewissens widerlegen: "Und darum kann und will ich nichts widerrufen, weil gegen das Gewissen zu handeln weder sicher noch lauter ist. Gott helfe mir. Amen."

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Ellen Gradtke
Ellen Gradtke

Wort zum Sonntag

Brauchen Menschen Religion?

Die meisten Kinder wachsen durch ihre Familie in eine Religion hinein. Zunächst einmal rein formal durch die Taufe, und dann intensiver, wenn in ihrer Familie der Glaube auch praktiziert wird. Auf den ersten Blick lernen sie Werte und Traditionen kennen, ohne sie zu hinterfragen. Aber dann, wie geht es weiter? Einige wenden sich von der Religion ab, wenn sie erwachsen sind, anderen aber bleiben religiös. Bei einer Umfrage zu diesem Thema wurden folgende Fragen untersucht: "Wie gehen Menschen mit Missgeschicken um? Wie hoffnungsvoll oder optimistisch fühlen sie sich? Wie steht es um ihr Selbstwertgefühl?" Gläubige schnitten bei diesen Fragen besser ab als andere, denn der Glaube lindert offenbar den Stress und die Religion sorgt mit ihren Regeln für ein geordnetes Leben. Auch bei schweren psychischen Krankheiten scheint es zu helfen, auf höhere Mächte zu vertrauen, so heißt es in der Auswertung. Der Glaube kann manchmal Depressionen lindern und sogar gegen Angststörungen helfen.

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Ellen Gradtke
Pfarrer Frank Fiedler

Andacht Christi Himmelfahrt

GETRENNTES VERBINDEN

Es ist nicht selbstverständlich, Christi Himmelfahrt als Feiertag zu begehen; praktisch tun das heute ja ohnehin nur noch wenige Menschen (viele sprechen inzwischen vom "Vatertag"). Aber auch die, die es als christliches Fest feiern, haben ihre Schwierigkeiten. Denn es liegt in der Natur der Sache - also der Himmelfahrt Christi - dass Jesus damit die Welt verlässt und uns auf Erden hinterlässt. Man könnte also sagen: Nach Jesu Himmelfahrt sind wir Erdenbürger von Jesus Verlassene, sozusagen Hinterbliebene.

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Gintzel
Vikarin Mareike Gintzel

Wort zum Sonntag

"Zweifel sind die Ameisen in der Hose des Glaubens"

"Das ist doch nicht zu fassen!" "Ich begreif` das nicht!" Ob diese Redewendungen als Ausrufe des Erstaunens, des Ver-Wunderns und Be-Wunders wohl auf die Erzählung aus dem Johannesevangelium und den Jünger Thomas zurückzuführen sind?

Thomas war nicht dabei, als der auferstandene Jesus Christus seinen Jünger*innen nach Ostern begegnete. Er konnte den Augenzeugenberichten keinen Glauben schenken und er hatte Zweifel an dem Wunder, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden sein sollte.

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Goudefroy
Pfrn. D. Goudefroy

Wort zum Sonntag

Barfuß pilgern

Die Passionszeit ist für viele Menschen eine Zeit, in der sie sich auf Gott-Suche begeben. Sie verzichten auf Alkohol oder Fernsehen, um sich für sieben Wochen auf das Wichtige im Leben zu konzentrieren. Haben Sie sich auch auf die Suche gemacht?

Wenn ja, dann merken Sie schnell: Gott-Suchen ist keine Beschäftigung für einen Tag, es ist eher eine Aufgabe für das ganze Leben. Die Psalmen in der Bibel erzählen von der Gott-Suche. Es sind Gebete und Lieder, die Menschen seit Jahrtausenden beten, weil sie in den alten Worten ihren eigenen Weg beschrieben finden. Im 84. Psalm heißt es z.B.

Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln! Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen. Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion.

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Pfr. Hans D. Daubner
Pfr. Hans D. Daubner

Wort zum Sonntag

Eine Frage des Weiterkommens oder wie kann Glaube helfen

"Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben . . ." schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinde in Rom. Damit benennt er zum einen etwas typisch Christliches und zum Zweiten etwas ausgesprochen Protestantisches.

Es geht um die Kraft und Bedeutung des Glaubens oder anders gesagt, um die Rechtfertigung aus Glauben. Der Reformator Martin Luther (1483-1546), dessen wir im Jahr 2016/17 mehrfach gedenken werden, hat diese Problematik zu seiner Zeit als eine existenzielle Frage aufgegriffen: Was muss ich tun, um vor Gott bestehen zu können? Muss ich überhaupt etwas tun?

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Lorsbach
Pfr. Bernd Lorsbach

Wort zum Sonntag

Wie glauben die Menschen in Menden

In dieser Woche war ein Bericht in der Westfalenpost, wie die Menschen in Menden glauben.

Insgesamt 54529 Menschen mit den unterschiedlichsten Geschichten und Prägungen. "Muslime" standen gemeinsam mit "Konfessionslosen" und Menschen mit "anderen Religionszugehörigkeiten" vor der Zahl 13054. Darauf bin ich als evangelischer Pfarrer oft angesprochen worden, ob es in Menden nun mehr Muslime als Evangelische gäbe. So liest es sich und man musste sehr genau in den Artikel schauen, um zu verstehen: 13054 Menschen von 54529 Einwohnern gehören keiner christlichen Religion an. Wie viele davon Muslime sind, lässt sich daraus nicht erheben.

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Pfr. Hans D. Daubner
Pfr. Hans D. Daubner

Wort zum Sonntag

"…wie eine Mutter …"

Kümmert sich Gott um uns Menschen. In der Jahreslosung für das neue Jahr 2016 heißt es:" Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet". (Jes.66,13).

Ein kleiner Junge steht an der Straßenecke und weint furchtbar. Er hat seine Mutter aus den Augen verloren. Zum Glück ist sie nur ein paar Schritte weit entfernt. Liebevoll wischt sie ihm die Tränen ab. Schon bald ist er getröstet. Die Mutter ist eine, von der er weiß, dass sie ihn nicht alleine lässt. Ihre Nähe schenkt Vertrauen und Zuversicht, so wie ihre Ferne Angst und Unsicherheit verbreitet. Was für Kinder gilt, das gilt auch für Erwachsene: Wer niemanden hat, der ihn in Angst und Einsamkeit bei der Hand nimmt, der hat es schwer, vertrauensvoll und zuversichtlich in den Tag hinein zu gehen. "Wie eine Mutter …"möchte uns Gott in solchen Situationen zur Seite stehen, uns trösten. Er offenbart hier seine starke mütterliche Seite, wie schon damals zur Zeit des Propheten Jesaja, als er in trostloser Zeit mit dem Volk Israel redet. Und wie für die Menschen der damaligen Zeit hat Gottes Trost bis heute weite Dimensionen.

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