Geistliches Wort – Archiv 2018

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Gintzel
Pfarrer Bernd Lorsbach
Evangelische Kirchengemeinde Menden

Wort zum Sonntag

Neues zuversichtlich erwarten

Ich sitze am Schreibtisch. Draußen scheint die Sonne von einem blauen wolkenlosen Himmel. Es sind Ferien. Für mich aber nicht. Ich sitze am Schreibtisch – wie so oft in den vergangenen Wochen – um Predigten für Beerdigungen, Trauungen, Gottesdienste und Taufgottesdienste vorzubereiten. Ich habe dabei viele „Geschichten“ kennengelernt.  

Ich sitze am Schreibtisch, um jetzt eine Andacht für die Tageszeitung zu schreiben. Welches Thema kann sie haben? Ich könnte viel erzählen, was Betroffenheit und Mitgefühl auslösen könnte. Ich könnte viel erzählen, was ein Lächeln auf  Gesichter zaubert. Ich darf vieles nicht erzählen, weil es zu persönlich oder vertraulich ist.

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Gintzel
Ellen Gradtke,
Berufsschulpfarrerin aus Menden

Wort zum Sonntag

Lieblingslied

Bei uns zuhause wurde noch viel gesungen: vor allem Volkslieder, viele Lieder aus der Mundorgel und auch aus dem Gesangbuch. Auf Urlaubsfahrten haben wir gesungen, beim Wandern oder wenn wir uns mit befreundeten Familien getroffen haben. Wir Kinder mochten das und kannten fast alle Lieder auswendig, meistens sogar alle Strophen. Wenn ich als Kind gefragt wurde, was mein Lieblingslied sei, sagte ich immer sofort: „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser schönen Sommerzeit an deines Gottes Gaben“. Warum gerade dieses Lied mir so gefallen hat, kann ich gar nicht genau sagen. Wahrscheinlich habe ich gar nicht alle 15 Strophen so richtig verstehen können in dieser alten Sprache von Paul Gerhardt aus dem Jahr 1653, in dem das Lied geschrieben worden ist. Aber ich mochte die Melodie und auch die Fröhlichkeit, die von diesem Lied ausstrahlt. „Schau an der schönen Gärten Zier und seehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben.“ So geht die erste Strophe dann weiter.

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Gintzel
Bärbel Vane Prädikantin in der
Evangelischen Kirchengemeinde Menden

Wort zum Sonntag

Vom entsorgen oder glaube nicht alles was Du denkst!

Liebe Leserinnen und Leser,
eigentlich wollte ich ja über das Phänomen nachdenken, warum der Rotwein im Urlaub immer besser schmeckt als dieselbe Sorte zuhause. Aber dann habe ich mir Sorgen gemacht, dass der Text wohl etwas zu locker werden könnte und so habe ich beschlossen heute mal über das Thema Sorgen zu schreiben:

Wir Menschen lieben es anscheinend uns über alles Mögliche Sorgen zu machen. Eine durchgeführte Untersuchung zum Thema „Worüber Menschen sich Sorgen machen“ brachte folgendes Ergebnis:
Wir machen uns Sorgen über Dinge, die niemals eintreffen: 40%
Dinge, die wir nicht verändern können: 30%
Unnötige Sorgen über die Gesundheit: 12%
Sorgen über verschiedene Kleinigkeiten: 10%
Wirkliche Sorgen/Probleme: 8%

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Gintzel
Pfarrerin Dorothea Goudefroy,
Evangelische Kirchengemeinde Menden

Wort zum Sonntag

Gott lässt keinen im Abseits stehen

Das Runde muss ins Eckige. So viel verstehe sogar ich vom Fußball. In den nächsten Wochen werde ich viele Stunden vor dem Fernseher verbringen und unsere Mannschaft bei der WM anfeuern. Ich hoffe auf faire Wettkämpfe und die Verteidigung des Titels. Und ich wünsche mir, dass unsere Partnergemeinde in Lima Grund hat, auf ihre peruanische Nationalmannschaft stolz zu sein.

Das Runde muss ins Eckige – aber wehe, wenn es bei einem Spieler nicht so rund läuft, wenn er hinter den Erwartungen des Trainers und der Fans zurück bleibt. Dann sind die Sympathien ganz schnell weg. Ist doch im echten Leben nicht anders: wer andere enttäuscht, wessen Leben nicht rund läuft, wer eckig und kantig ist, der ist schnell im Abseits. Auch im echten Leben gibt es eine Abseitsfalle. Wenn die anderen einen einfach auflaufen lassen und grundsätzlich blöd finden, was jemand sagt. Da kann er sich anstrengen und alle lassen ihn ins Nichts laufen. Ganz schön gemein, mit Fairplay hat das nichts zu tun.

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Gintzel
Frank Fiedler, Pfarrer der
Evangelischen Kirchengemeinde Menden

Wort zum Sonntag

Trinitatis – Vater, Sohn und Heiliger Geist

Die Sonntage in der Evangelischen Kirche haben manchmal komplizierte Namen. Morgen feiern wir den Sonntag „Trinitatis“. Trinitatis, darin steckt das Wort drei. Der Name bezieht sich auf den dreieinigen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Das ist für Christen selbstverständlich, so fangen wir den Gottesdienst an: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Keiner unter uns käme auf die Idee, deswegen an drei Götter glauben. Aber wenn wir Christen von Gott reden, dann können wir nicht nur von Gott, dem Allmächtigen, sprechen, sondern müssen auch von Jesus Christus, seinem Sohn, sprechen. Und gerade das macht es Juden oder Muslimen schwer mit uns, - und manchmal haben wir selbst damit Schwierigkeiten.

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Gintzel
Pfarrer Bernd Lorsbach
Evangelische Kirchengemeinde Menden

Wort zum Sonntag

Die Weihnachtsgeschichte

Die Weihnachtsgeschichte ist nicht der Ursprung  der Jesus-Geschichten, die in den Evangelien erzählt werden.  Zuerst war die Geschichte von dem Leiden und Sterben Jesu Thema unter den Menschen. Dann zog die Botschaft von seiner Auferstehung neue Kreise. Und dann kam erst das Weihnachtsthema hinzu, das so viele in die Kirchen zog.

Nach Aschermittwoch beginnt im christlichen Deutungsrahmen die Passionszeit. Viele Menschen beginnen dann alleine oder - noch besser -  gemeinsam eine mehrwöchige Fastenzeit. Sie verzichten auf etwas, um herauszufinden, was und gegebenenfalls wie wichtig ihnen etwas ist. Dabei kann man viele interessante Begegnungen mit Menschen machen, indem man mit ihnen über die verschiedensten Fastenziele (und Lebensziele)  ins Gespräch kommt.

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Gintzel
Ellen Gradtke,
Berufsschulpfarrerin aus Menden

Wort zum Sonntag

Lieber mit als ohne

Haben Sie Ihre guten Vorsätze für das Jahr 2018 schon umgesetzt? Oder gar schon wieder gebrochen? Ein Jahr ohne Schokolade hatte ich mir zu Beginn des letzten Jahres vorgenommen. Das klang richtig gut und so gesund, fand ich damals. Aber sehr bald wurde mir das Jahr lang und mein Vorsatz schien mir doch zu hart. Der Verzicht auf etwas, das enorm zu meiner Lebensqualität beiträgt, ist mir äußerst schwergefallen. Deshalb möchte ich in diesem Jahr lieber mit als ohne leben. Und das gilt nicht nur für die Schokolade!  Vielmehr habe ich mir das Thema „Wasser“ vorgenommen. Ich möchte so viel Wasser wie möglich trinken, so 2-3 Liter pro Tag, denn das ist wirklich sehr gesund. Ein Jahr also mit statt ohne, ein Jahr mit Wasser. Aber nicht nur das, denn außerdem möchte ich mich dafür einsetzten, dass möglichst viele Menschen dieses ebenfalls zu tun können, denn nicht alle haben Wasser in Hülle und Fülle wie wir: „Wasser für alle“ ist mein neues Motto. Kaum vorstellbar, dass fast 850 Millionen Menschen auf der Erde keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben!

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