Evangelische Kirchengemeinde Menden - Willkommen

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Willkommen

Wir begrüssen Sie herzlich auf der Internet-Seite der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden und freuen uns, dass Sie sich für unsere Angebote und Veranstaltungen interessieren.

Wir informieren Sie gern über Aktuelles aus unserer Gemeinde, die aktuellen Gottesdiensttermine, die Veranstaltungen unserer Gemeinde im aktuellen Wochenplan sowie Informationen zur Kirchenmusik und über die vielfältigen Angebote der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden.

Ob Sie ein vertrauliches Gespräch wünschen oder weitere Informationen suchen - informieren Sie sich hier oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch per E-Mail info@kirche-in-menden.de oder per Post (Gemeindebüro Bodelschwingh-Haus, Bodelschwingh-Straße 4, 58706 Menden).


Aktuelles aus unserer Gemeinde

Sommerliches Orgelkonzert in Menden
Gemeindebüro und Friedhofsverwaltung mit neuen Öffnungszeiten
Pilgerjahr von Seidin Vásquez in Menden hat begonnen


Wort zum Sonntag

Was Liebe ist


Ellen Gradtke
Berufsschulpfarrerin aus Menden
„Frederick, sag mir, was Liebe ist!“ forderte das kleine Schwein Piggeldy in einen Zeichentrick-Serie für Kinder. „Nichts leichter als das! Komm mit!“ sagte das größere Schwein Frederick zu seinem kleinen Bruder. Das ist schon eine sehr schwierige Frage für ein so kleines Schwein, finde ich! Die beiden ziehen also los und machen sich auf die Suche nach der Liebe. Ob sie fündig werden? „Liebe ist ein Raum“, singt der irische Sänger und Songschreiber Luka Bloom. „Ein Raum, von dem ich träume.“. Vielleicht geht es bei der Liebe wirklich darum, einen Raum zu öffnen, in den mein Gegenüber eintreten kann. Es muss ein sicherer Raum sein, in dem Nähe, Verbundenheit, Zärtlichkeit und Achtsamkeit wachsen und reifen können. Dennoch: ganz einfach ist das nicht, denn niemand kann einem anderen Menschen Gastfreundschaft gewähren, wenn man nicht zuhause ist. Wenn ein Freund oder eine Freundin an meine Tür schellt und eintreten möchte, aber niemand da ist, um sie zu öffnen, wird er oder sie draußen bleiben müssen. Denn nur, wenn ich zuhause bin, bei mir zuhause bin und mich dort angenommen fühle und liebevoll mein eigenes Leben bewohne, kann ich einem anderen Menschen wirklich Einlass in meinen Bezirk gewähren. Liebe beginnt erstmal bei mir selbst, danach kann ich mein Tor für andere öffnen.

Natürlich können sich Freunde gegenseitig unterstützen, Familien sich untereinander trösten, aber die wirkliche Erfüllung von Liebe werde ich nur erfahren können, wenn ich auch bereit bin diese Liebe zuzulassen, mich beschenken zu lassen. In der Bibel, im ersten Johannesbrief, wird deutlich, was Jesus mit dem Liebesgebot gemeint hat. Die Liebe zwischen zwei Menschen schließt immer einen Dritten, nämlich Gott, mit ein. Die Orientierung an der Liebe und damit an Gott vollendet somit den Glauben eines jeden Menschen: Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt mit ihm. (1. Joh 4,16b)

Ich werde gehalten von der Liebe Gottes, bin immer die zuerst Beschenkte. Denn alles kommt von der Quelle unseres Seins, von unserem Schöpfer: unser Leben, unsere Gaben, unsere Grenzen. Allerdings sind wir keine Einzelmenschen, sondern leben in Gemeinschaft, miteinander verbunden und voneinander abhängig, aufeinander angewiesen. Alles, was ich an Gutem in die Welt strömen lasse, wird auch mich berühren und wie ein Samenkorn vielfältige Frucht bringen.

Das kleine Schwein Piggeldy war damit noch nicht zufrieden gestellt und konnte nicht aufhören zu fragen: „Was braucht man denn, um sich liebzuhaben?“ Frederick schloss die Augen und seufzte: „Einen kleinen Bruder, der frech und doof ist und lieb und alles zusammen.“ – „Oh, und einen großen Bruder,“ ergänzte Piggeldy, „der fett ist und schlau und alles zusammen.“ Und endlich zufrieden ging Piggeldy mit Frederick nach Hause.

Ellen Gradtke, Berufsschulpfarrerin aus Menden



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